voigtlaender  VOIGTLÄNDER - Historische Objektive
(c) Photos und Texte by Frank Mechelhoff                                   update 27. Januar 2010

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zu meiner Bessa Faltcamera Sammlung
zu den neuen BESSA Cameras und Objektiven



Voigtländer Kleinbildobjektive

Spitzenobjektive zur PROMINENT (1950-1958)

NOKTON f/ 1.5 50mm
Nokton

Das lichtstärkste klassische Voigtländer Objektiv, in Produktion ab 1951. Vom Ruf her das beste f/1.5 Objektiv der direkten Nachkriegszeit - besser als ein Leitz Summarit f/1.5 - und dem Zeiss SONNAR mindestens ebenbürtig...7 Elemente/ 5 Gruppen mit aufgesplittetem Vorderelement - das war der Durchbruch des Gauss-Typs in der hochlichtstarken Klasse!
 Nokton

Die meisten NOKTONs wurden für die PROMINENT RF als Top-Objektiv gebaut (Preis 1953
DM 595,- komplett). Wenige gab es für Leica Schraubgewinde, eine Handvoll für CONTAX Messucherbajonett...
Dies war ein recht langes und großes Standardobjektiv zu dieser Zeit - und vermutlich war die hintere Schnittweite zu kurz um es ohne größere Designveränderungen für SLR mit davorgesetzten Zentralverschluß - Bessamatic - anzupassen
Fotos von http://www.designundphoto.de
Nokton

Unverständlicherweise versäumte es Voigtländer für die spätere SLR (Bessamatic) ein ähnlich lichtstarkes Objektiv anzubieten um den Anspruch zu unterstreichen die ambitionierten Amateure mit dieser Camera zu erreichen! Diese registrierten das sehr genau!

ULTRON 1:2/ 50mm und dessen Nachfolger

Gauss (Planar) Typ für Prominent Meßsucher Camera, in Production ab 1950 - 6 Elemente/ 5 Glieder.  Das Ultron wurde auch für die 35mm Kompaktklasse gebaut: Serien Vito/ Vitomatic/ Vitessa  jeweils als Spitzenobjektiv der Serie. Ein paar wurden für LEICA M39 Schraubgewinde gebaut. In den frühen 1950'ern galt das Ulttron dem früheren Leitz Summitar f/2 and Summicron f/2 der ersten Generation überlegen. Nach Auskunft des Sohn des Konstrukteurs, Dr. Albrecht Tronnier, betrug die optische Auflösung des Ultron 2/50 von 1949 bei Blende f/4 in der Bildmitte 3 my, also 165 Linienpaare pro mm - eine Leistung die auch von den Nachfolgern dieses Designs nicht übertroffen wurde. Zeitgenössische akademische Quellen beschreiben das Ultron mit doppelte Auflösungskraft verglichen mit dem Tessar Typ.. Wenn das stimmt gehört das Ultron unzweifelhaft zu den 10 besten jemals gebauten Standardobjektiven.

1.  Generation: Voigtländer Ultron 2/50mm
2.  Generation : Zeiss-Ikon Ultron 1.8/50
3.  Generation: Color-Ultron 1.8/50mm
Ulron first version
Ultron Icarex
Color-Ultron
Ultron 2/50mm  erste Version (1950)
250g, 52mm Filter, küzeste Distanz 0,9m
Carl Zeiss Ultron 1.8/50 : nur für Zeiss-Icon/ Voigtländer Icarex (BM and TM) und SL-706 (1968-1972). Hier die M42 Version mit Adapter (mit Springblendenübertragung) an einer Rolleiflex SL35
Zurück zu einem (gering gekrümmten) konvexen Frontelement - Color-Ultron 1.8/50 - 1970-1995 (auch als Rollei Planar für QBM mount vermarktet) - meist Made in Singapore


Ultron Prominent
ULTRON in Prominent Meßsucher Fassung

Zeiss Ultron
(Zeiss Ultron an Rolleiflex) 

ColorUltron_early (Frühe Version)
Ultron
Niemals überboten: 6-linsiges Objektiv in Compur Zentralverschluß montiert, für eine Kompaktcamera! Wirklich, dies waren die letzten besten Jahre in denen Voigtländer zu den drei besten der Welt gehörte...
Vermutlich um die hintere Schnittweite zu erhöhen (Platz für den SLR Spiegel) wurde ein konkaves Front element eingefügt  - ein sehr seltenes Design zu dieser Zeit und angeblich aus einem Witz entstanden: Frank Back in New York meinte, ein Objektiv müsse wohl immer  mit einer Konvex-Linse anfangen, darauf antwortete Dr. A.W. Tronnier, das nächste werde er mit einer Hohlfläche machen.
In Publikationen wies ZEISS-Ikon/ Voigtländer darauf hin dass diese Konstruktion "computerberechnet" erfolgt sei. Vielleicht war dies für ZEISS neu - Voigtländer hatte seit Mitte der 50'er Jahre Computer zu optischen Berechnungen benutzt. Auf einem englischen Prospekt aus dem Jahr 1956 findet sich ein ZUSE-Rechner im Hintergrund.
Color-Ultron_late
(Späte Ausführung)


COLOR-SKOPAR f2.8 oder 3.5 50mm

Skopar

Das Skopar war eine Variante des Tessar und wurde 1949 - kurz vor dem Heliar - vergütet und neu berechnet als Color-Skopar neu herausgebracht (US-Patent 2573511). Es war auch ein renommiertes Mittelformat (MF) Objektiv zur BESSA Faltcamera (1:3.5 80mm und 105mm)

Color Skopar 3.5/50
Wechselobjektiv für Prominent Meßsuchercamera 1:3.5/ 50mm

Die linke Abbildung zeigt unten die chromatische Aberration (Farblängsfehler) im sichtbaren Spektrum in Winkelsekunden. Null chromatische Abweichung bei Spektrallinie h (~4070 AE), d (5880AE) und C-A' (6570 AE), d.h. quasi-apochromatische Korrektion. Die übrige maximale Abweichung über das gesamte sichtbare Spektrum beträgt 1.5 Winkelsekunden. 1 Winkelsekunde entspricht 1/ 162.000 der Objektivbrennweite, d.h. erst bei 400-facher (!) Vergößerung (also 96cm x 144cm) wird  ein Farbsaum von 0.1mm , bei Sehweite 25cm gerade noch (nicht) sichtbar!

Als Objektiv für die 6x9 Camera Bessa-II ist das Color-Skopar (4-Linser, siehe oben) dem Heliar eher vorzuziehen, wenn bestmöglicher Kontrast zählt. Nach einer Mitteilung von Albrecht Tronnier (Sohn des Konstrukteurs), dem hierfür gedankt sei: "Nach den Farb-Restfehlern hat das Color-Skopar von 400 bis 800 mmy Null Abweichung (angulare Lateral-Abweichung) bei Linie h = etwa 407 mmy, bei d =etwa 587 mmy und bei etwa 656 mmy, also für 3 Farben je 0 Abweichung. Das ist üblicherweise ein Apo-Chromat, zumal auch Farb-Querfehler bei Koma und Astigmatismus beseitigt sind. Deshalb sind Negative brillianter und deutlich kontrastreicher als Negative die mit dem Color-Heliar aufgenommen sind."

Schärfeleistung und Kontrast waren sehr gut, zumindest vergleichbar mit dem ZEISS Tessar. Manche Mittelformat-Fotografen bevorzugten es gegenüber dem Heliar wegen seines größeren Gesamtkontrasts. Für die PROMINENT Camera war dieses Objektiv in der Grundausstattung immerhin DM 100,- billiger als das Ultron. In Zeiten wo diese Summe einen halben Monatslohn oder mehr ausmachte begnügten sich viele damit! Aber es war auch 1 oder 1,5 Blendenstufen lichtschwächer und das war in zeiten niedrigempfindlichen Farbfilms auch ein gewichtiges Argument.

Gesamtes Objektivprogramm zur Prominent

Name
Preis DM
(1955)
Linsen/ Gruppen
(Type)
Diagramm
kürz. Entf.
Meter
Filter mm
Ultragon 5.8/24

mit Spiegelkasten/
nicht serienmässig hergestellt
Ultragon

100
Skoparon 3.5/35
220,-
5/4 (Retrofocus-Tessar)
Skoparon


Ultron 2.0/50
249,-
6/5 (Gauss)
siehe oben


Nokton 1.5/50
300,-
7/5 (Gauss)
siehe oben


Color-Skopar 3.5/50
124,-
4/3 /(Tessar)
siehe oben
1.0

Dynaron 4.5/100
200,-
6/4 (Tele)
Fokussierung durch Frontgliedverstellung
 Dynaret


Telomar 5.5/100

5 (Tele-Anastigmat) - mit Spiegelkasten und doppelten Hintergliedern.
Fokussierung durch Frontlinsenverstellung
Telomar

Super-Dynaron 4.5/150


Super-Dynaron



Fazit: Verglichen mit den Objektivprogrammen von LEICA, ZEISS, CANON und NIKON sind nur nur die Normalobjektive überzeugend und konkurrenzfähig. Die Wettbewerber hatten sowohl lichtstärkere 35mm Objektive und benutzbare Super-Weitwinkel von 21 oder 25 und 28mm im Programm. Vollständig fehlen lichtstarke Teleobjektive, die bei der Konkurrenz auch ohne umständliche Spiegelkästen wie beim Telomar sicher fokussierbar waren.

Spitzenobjektive zur BESSAMATIC/ ULTRAMATIC SLR Serie (1958-1969)

SEPTON 1:2/ 50mm

Septon
Offenbar wurde das einzlne dritte Element des Ultron in zwei verbundene Elemente aufgesplittet, dann das erste und zweite Element geringfügig modifiziert, um es passend zu machen für die nur 22,5mm enge Objektivöffnung der Zentralverschluß-SLR. Ein ungewöhnlicher Gauss-Typ.
Nur in
Bessamatic/ Ultramatic Bayonet (ganz chrom oder chrom mit schwarzem Blendenring)
Bessamatik
Septon
Septon 

Wahrscheinlich passte das ULTRON nicht vor den Spiegel und Zentralverschluß der Bessamatic SLR Camera Serie (lange Schnittweite erforderlich) und erforderte daher eine Modifikation, die das ULTRON zum SEPTON (Siebenlinser) machte.

Objektivprogramm zur Bessamatic/ Ultramatic

Name
Preis DM
(1964)
Linsen/ Gruppen
(Type)
Diagramm
kürz. Entf.
Meter
Filter mm
Skoparex 3.4/35
215,-
6/5 (Retrofocus erweit. Triplet)
Skoparex
1.0 /
(Serie 2: 0.6)
40.5
Skopagon 2.0/40
440,-
9/6 (Retrofocus Gauss)
Skopagon
0.9
54
Color-Skopar 2.8/50
125,-
4/3 /(Tessar)
siehe oben
1.0
(Serie 2: 0.6)
40.5
Septon 2.0/50
298,-
7/5 (Gauss)
siehe oben
0.9
54
Dynarex 3.4/90
270,-
4/3 (Gauss-ähnlich)
Dynarex 90
2.0
40.5
Dynarex 4.8/100
140,-
6

(1960-1962)
Dynarex100 100mm
1.0
40.5
Super-Dynarex 4.0/135
235,-
4/3 (Tele)
Super-Dynarex
4.0
40.5
Super-Dynarex 4.0/200
525,-
5/4 (Tele)
Super-Dynarex
8.5
77
Super-Dynarex 5.6/350

7/6 (Tele)
S-Dynarex
28
95
Zoomar 2.8/36-82
795,-
15/11 (Zoom)
Zoomar
1.3
95

Objektive1

Objektive

Fazit: Bedingt durch den engen Zentralverschluß, waren die Wechselobjektive leider nicht besonders lichtstark - trotz teilweise enorm großer Voderlinsen und Filtergrößen. Dass die Zentralverschlußöffnung enger war als bei der PROMINENT muß als Fehlkonstruktion und Geburtsfehler der gesamten Bessamatic/ Ultramatic Serie angekreidet werden.
Die Nahentfernungsgrenze war größer, verglichen mit der Schlitzverschluß-Konkurrenz (0.45m bei 55m; 0.85m bei 85mm Brennweite); angeschnittene Portraitaufnahmen sind so nicht möglich.
In Bezug auf den Gewinnsituation war die SLR Serie bereits ab 1962 kein Erfolg mehr - wahrscheinlich war den meisten Kaufinteressenten der Zentralverschluß zu kompliziert, die Design-Rückischten nicht verständlich, die ganze Camera damit zu kompliziert, teuer und schwer verglichen mit den Japanern. Verglichen mit der zweiten Zentralverschluß-Familie innerhalb des Zess-Ikon/Voigtländer Konzerns, der Contaflex,  konnte man die Objektive als Ganzes auswechseln und hatte wenigstens zwei lichtstärkere (f/2.0) zur Auswahl, nämlich das Septon und das teure Skopagon, im Gegensatz zu f/2.8 bei der Contaflex.
Im Ganzen handelte man sich, außer wenn man diese beiden Objektive benutzte, für den Vorteil bei allen Verschlußzeiten blitzen zu können, nur Nachteile ein - wozu auch das hohe Gewicht und der hohe Preis zählten.

Am besten verkaufte sich die erste Bessamatic (215.000 Stück), gefolgt von der -CS (22.000) und der low-cost  Variante -m (9.300). Alle Ultramatic Versionen erreichten zusammen 35.500 Stück. Nicht viel für eineProduktionsserie von mehr als 10 Jahren... Ab Mitte der 1960'er gingen auch die Verkaufszahlen der Mitte der 50'er Jahre gutverkauften konzerninternen Konkurrenz Contaflex in den Keller. Das System Zentralverschluß-SLR hatte sich überlebt.

...zum letzten Saurier von Voigtländer:  Ultramatic-CS (1969)

 Ultramatic



MITTEL- UND GROSSFORMAT-OBJEKTIVE


HELIAR - der Voigtländer Klassiker schlechthin

Ein vom Triplet abgeleitetes Objektiv mit 5 Elementen in 3 Gruppen - verwandt mit dem TESSAR, jedoch zusätzlich mit gesplittetem Frontelement. Entwickelt im Jahr 1900 durch Dr. Hans Harting, später Vorstandsmitglied bei ZEISS und noch im Alter von 78 aus der Pension zurückgerufen um VEB Carl Zeiss Jena nach den Kriegs- und Reparationsverlusten wieder ans Laufen zu bringen, später Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin (DDR)
Das Design wurde in der Frühzeit mehrfach geändert, zuletzt nach dem Krieg durch das Entwicklungsteam unter der Leitung von Dr. A.W. Tronnier 1952 zum COLOR-HELIAR. Ein einfaches, harmonisches und nahezu symmetrisches Design mit geringen Linsenkrümmungen. Beschränkung auf das Wesentlich war zu Beginn der 1950'er am Markt aber nicht mehr unbedingt gefragt und wirkte daher angestaubt. Das HELIAR fürs Mittelformat (MF; 6x9 cm) hatte 1:3,5 105mm. Sehr gute Schärfe aber weicher Gesamtkontrast, besonders bei voller Öffnung. Das HELIAR gilt als eins der besten Objektive für Portrait- und Landschaftsfotografie die je gebaut wurden. Im Großformat (LF) gab es die Brennweiten 15cm, 18cm, 21cm, 24cm, 30cm, 36cm und 42cm mit 1:4,5 - damit wurden Formate von 9x14cm to 21x27cm abgedeckt. Dr. Tronnier wollte die Leistung des Heliar auch bei offener Blende verbessern, wurde aber vom Voigtländer-Direktor Adolf Oehme daran gehindert: dieser bestand auf der werbewirksamen "duftigen Schärfe" bei offener Blende, die in Wahrheit aus einer Unterkorrektur von Koma und Astigmatismus bestand.

Ebenfasll die Amerikanischen KODAK-Rochester Werke bauten feine HELIAR Typen für MF und LF in den 1940'ern und 1950'ern die ebenfalls noch einen unangefochteten Ruf genießen. Japanische Hersteller wie Pentax and Nikon behielten das HELIAR Design eine lange Zeit bis in die 1980'er als Makroobjektive auch für Kleinbild im Programm (typischerweise 1:4.0/100mm) bis der Markt nach lichtstärkeren Makroobjektiven verlangte.

Bis 2001 gab es niemals ein Voigtländer HELIAR Kleinbildobjektiv - dann baute COSINA eine "limited edition" in Leica screwmount (1:3,5/ 50mm) und deren erstaunliche Leistung - vergleichbar mit dem besten Leica Summicron - fügte dem Ruf des HELIAR ein wahrscheinlich letztes Ruhmesblatt, im 100. Jahr seiner Konstruktion, hinzu.

Heliar 1900
Heliar 1950
Heliar_ZI
Heliar 1902 - nach Naumann
Color-Heliar 1950 - Voigtländer Schrift "Letzte Aktualisierung"
Heliar-Design (Großformatobjektiv) nach einer Zeiss-Ikon Broschüre der 1960'er.

Heliar 1935
Heliar in Compur Rapid Zentralverschluß, ENTFERNUNGSMESSER-BESSA 1935 - das ist eine coole Faltcamera für 6x9cm Rollfilm (120er)

Color Heliar
Ihre Nachfolgerin ist die BESSA-II: vergütetes COLOR-HELIAR, die berühmtestes (und teuerste) Ausführung der Faltcamera...


HELIAR Großformatobjektiv, 15cm (deckt 10x13cm mit ein bißchen Verstellreserve) in Compur-Press Zentralverschluß (Größe Nr.1), Baujahr 1945 - eine der ersten mit Vergütung. Vielleicht brachte sie ein US Army Fotograf aus dem besiegten Deutschland mit nach Hause - zurückgebracht 2003.



APO-LANTHAR - der Heilige Gral...


Das legendärste aller Voigtländer Objektive aller Zeiten ist das nur in geringen Stückzahlen gebaute APO-LANTHAR. Entwickelt 1952 in den letzten großartigen Jahren von Voigtländer war dies das erste apochromatische Mittelformatobjektiv der Welt und war, im Gegensatz zum Heliar, optisch bestmöglich korrigiert, allerdings auch eine halbe Stufe lichtschwächer. Apochromasie
bedeutet, berechnet für die schärste Darstellung von drei Farben (verschiedene Wellenlängen) auf der Filmschicht, anstelle der üblichen zwei beim Achromaten (zu welcher Kategorie fast alle Objektive gehören.. auch viele der heutzutage häufig mehr aus Marketing-Erwägungen bezeichneten "APO"-Linsen).

Entwickelt aus dem fünflinsigen Color-Heliar, jedoch mit Lanthanum-Glas (Lanthanglas) mit besonders hohem Brechungsindex und geringer Dispersion. Das1:4,5/ 105mm bzw. 100mm ist das kleinste und seltenste APO-LANTHAR, berechnet für Mittelformat (6x9). Es zeichnet aber  überraschenderweise 4x5 Inch Grossbildformat knapp aus, ist also beinahe ein Weitwinkel !

Leider muß man heute sagen dass Voigtländer  mit der Vervollkommnung der Mittel- und Großformat-Objektive am Markt vorbeientwickelte - denn der wollte Kleinbild und zwar möglichst lichtstarke Objektive.
ZEISS-IKON tat dann nach der Übernahme von Voigtländer 1956 auch das richtige, als sie die Produktion der Faltcameras und die Weiterentwicklung der MF- und LF-Objektive einstellte - obwohl letztere noch mehr als ein Jahrzehnt lang vertrieben wurden.





Wie alt ist meine Voigtländer Camera?

Schau nach der Seriennummer auf dem Objektiv - eingeprägt auf dem Frontring, seitlich, oder hinten (Filmkammer öffnen). Dann schlag in dieser Liste nach!

Wieviel ist meine alte Camera wert?


Das hängt in erster Linie von der Seltenheit, dem aktuellen Zustand (funktional/ äußerlich), und - am wichtigsten - der Nachfrage unter Sammlern ab. Manche Cameras von bestimmten Herstellern sind sehr gesucht, andere von anderen Marken fast gar nicht, obwohl es vielleicht auch keine schlechteren, manchmal sogar bessere Cameras sind. Es hängt auch immer davon ab was Du von Deiner Camera weißt, besonders ob und wie sie funktioniert. "Ich habe keine Ahnung ob sie funktioniert oder nicht und verstehe nichts von Cameras" in einer Artikelbeschreibung für ein bekanntes online-Auktionshaus mindert den Wert ganz schnell und erheblich - jedenfalls für Interessenten wie mich, die nicht gern die Katze im Sack kaufen. Man kann sagen dass für 98% der vorhandenen Cameras, wenn etwas wichtiges kaputt ist wie Verschluß oder Aufzug, der Preis einer Reparatur den durchschnittlichen Wert übersteigt, es also günstiger ist ein Exemplar zu erwerben dass (noch) funktioniert. Man kann als zweites sagen dass rund 75% aller alten Cameras irgendeinen mechanischen Defekt haben der die Funktion beeinträchtigt - manchmal mehr, meistens weniger. Drittens gibt es keine Camera die nicht für irgendeinen (meist mehrere) Arten von Defekten anfällig ist, den oder die man als Benutzer kennen, und als Verkäufer auch darüber Auskunft geben können sollte. Erste Schlußfolgerung: Wenn Du wirklich keine Ahnung von Cameras hast, solltest Du keine verkaufen wenn Du mehr als 20 Euro Erlös erwartest. So einfach ist das. Stattdessen solltest Du sie von jemand verkaufen lassen der sich damit auskennt, oder in ein Photogeschäft geben das Kommissionsverkäufe macht...

Eine Antwort auf die Frage kann immer gegeben werden: Sie ist wert was Du dafür ausgeben würdest um sie wieder zu bekommen, oder Dein großzügigster Interessent willig wäre zu bezahlen. Wenn Du keinen Interessenten finden kannst ist sie wahrscheinlich nichts wert. Das bekannte online-Auktionshaus kann diese Frage ultimativ klären, und dann musst Du sie zu diesem Preis verkaufen... Wenn Du sie nicht verkaufen willst weil Dir daran etwas liegt, ist die Beantwortung der Frage wieviel Geld sie bringen könnte, überflüssig. Geh und kauf einen der Kataloge wie Kadlubek  und schlag nach (mir ist mein Geld dafür zu schade, dafür kaufe ich lieber Film, Cameras oder Objektive). Und falls Du sie jemals verkaufen willst oder musst, bete dass Du die dort genannte Summe in echt bekommst.. 



weiter zu meiner Bessa Faltcamera Sammlung (historisch)

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Der Niedergang des Hauses Voigtländer (NEU)

zu den neuen Voigtländer BESSA Cameras

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