taunusreiter TAUNUSREITER
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Update September 2016

Deutscher Reiterpfad Nr. 1 - 386,8 km 

25 Jahre erster Deutscher Fernreitweg

Die Idee war: Ein Fernreitweg von der Nordsee nach Basel, von Nord nach Süd. Für Hessen wurde die Strecke vom damaligen, ersten Breitensportbeauftragten der FN mit Islandponies abgeritten, markiert, und auf Karten in einem Büchlein dokumentiert (nur noch antiquarisch erhältlich, nebenstend Bild mit Link)

Ich habe mir die Mühe gemacht, die Strecke in OpenStreetMap (OSM) zu übertragen, zu überprüfen, und (wo nötig) geringfügig zu modifizieren

OPEN STREET MAP Gesamtverlauf 

Teilstrecken auf OSM (Service und Maintenance)
Strecke 1
Strecke 2
Strecke 3
Alternativstrecke für Kutschen
Alternativstrecke Südlicher Vogelsberg über Helfersdorf (anstelle Birstein)
Alternativstrecke Breuberg (keine Treppe)



DRP 1 Buch

Symbol
Bitte um Fotos! Wo existieren noch die Originalschilder aus Metall??
(Sie waren schon in der Ursprungszeit des DRP selten, normalerweise wurden die Hufeisen bloß aufgemalt)

Impressionen vom Deutschen Reiterpfad (Oktober 2013)


Jochen Euler Weg bei Völkershain (links NSG Roßbachtal): Neuere Wegmarkierung (in Gelb) bis Nenterode


Links auf dem kleinen Dach das alte Brandzeichen von Beberbeck. Im ehemaligen Schlosspark weiden die Kühe.
Mit uns zog hier für eine halbe Stunde wieder der Geist des alten Preußischen Staatsgestüts ein.


Rund um Beberbeck herrliche alte Alleen und bestes Geläuf. Hier sollte mal ein Ferienressort und Freizeitpark hin.


Frühstück bei Hombressen


Am nördlichsten Punkt der Strecke (Krukenburg)



Sehen Sie das Hufeisen? (Markierung etwa 25 Jahre alt)


In manchen Gegenden merkt man, dass es hier wenig Reiter gibt


Zwischen all den modernen Erlebniswanderwegen ist es manchmal schwierig den DRP zu finden


Alter Sälzer Weg (links ein historischer Hohlweg)


Hochsitze können auch mal zu was gut sein...


Sowas findet man so unterwegs...


Urwald Sababurg (man kann nicht hinein- aber am Rand entlangreiten)

Waldweg
Diese Wege gehen tatsächlich alle weiter...


Würgassen, man "riecht" schon Norddeutschland...


Wir hatten unseren Hänger nicht weit entfernt stehen, ansonsten hätten wir hier um Quartier angefragt...

Anmerkungen zur Streckenführung  (von Nord nach Süd)

Allgemeines:

Um handhabbare GPX-Dateien mit nicht zuvielen Wegpunkten zu erhalten, habe ich den Reiterpfad in drei Strecken von ca. je 125km geteilt, also etwa 3 Tagenstouren je Strecke. Ich habe mich bemüht dem Originalstreckenverlauf so gut wie möglich zu folgen. Ich musste nur ca. 5% der Strecke umlegen, weil die alten Wege entweder nicht mehr existierten oder sich der Zustand durch Aufschotterungen erheblich verschlechtert hat, und Parallelwege sich anboten. Da die Originalstrecke diese aber ebenfalls nicht konsequent sucht, sondern manchmal kilometerlang befestigten Hauptwegen folgt, habe ich dies in gewissen Stellen auch getan. Andererseits zeigt die Originalstrecke an vielen Stellen Kreativität im Bemühen Hauptwege zu vermeiden und mutet darin auch den Pferden einiges zu (Pfade, Steigungen). Das entspricht dem Geist des Wanderreitens, der bloße "Kilometerfresserei" wie manchmal bei den Distanzreitern vermeidet, und deckt sich mit meiner eigenen "Streckenauswahl-Philosophie". Insofern wurden mir die Herren Salg und Dippel beim Übertragen der Strecke in Openstreetmap immer sympathischer...
Mein Ziel war es auch, nicht nur die Strecke in Openstreetmap einzutragen, sondern auch andere Wege und Orientierungspunkte rechts und links der Strecke, damit man Umwege findet falls sich bestimmte Stücke der Strecke als nicht passierbar herausstellen, und OSM wie eine topografische Karte benutzen kann. Natürlich lag mir zu dieser Arbeit die aktuelle TK25 vor (obwohl ich sie nicht "kopiert" habe); eine andere wichtige Quelle waren hochauflösende Luftbilder von Google Maps. Ich bin davon überzeugt, dass man mit diesen Quellen, plus eigener Ortskenntnis und geringem Aufwand an Arbeit, heute zu den besten Reitkarten kommen kann, die es in den letzten 30 Jahren gegeben hat.
Die Strecke ist von Nord nach Süd orientiert, wobei die Strecke sich in beiden Richtungen gleichermaßen reiten lässt. Lediglich in der Ortsdurchführung Seligenstadt sind bei Reitrichtung Süd-Nord Einbahnstaßen zu berücksichtigen.

Einzelnes zur Strecke 1:


KM 0 Herstelle Der Streckenanfang im Buch liegt, wie hier gemappt, etwas außerhalb der Ortschaft Herstelle, direkt an der Weser. Genau gegenüber liegt Kernkraftwerk Würgassen - damals noch in Betrieb, heute im Abbau begriffen. Die Weserbrücke an dieser Stelle gab es damals nicht. Es gibt oder gab an dieser Stelle weder Park- noch Auslademöglichkeiten, sodass man sich fragt, warum man eigentlich genau hier losreiten soll... Laut Textbeschreibung beginnt die Strecke in Bad Karlshafen (was 2km östlich liegt). Warum die Strecke nicht auch so in der Karte eingetragen war ist unbekannt. Vielleicht wollten die Autoren es der Kreativität der Reiter überlassen, geeignete Stellen für Start oder Ziel zu finden, um unpassende Mengenandränge zu vermeiden.
0-26
Von Bad Karlshafen bis Hembressen (KM 26) waren die Mappings auf Openstreetmap noch dünn und unvollständig; ich habe hier einiges ergänzt, vor allem fehlende Feldwege. Bei KM 17 ist ein Abstecher zur Sababurg unbedingt empfehlenswert. Hier führte früher der Distanzritt Trendelburg (Reinhardswald-Distanz) entlang. Der Vergleich zur aktuellen Topographischen Karte zeigt gegenüber der von 1980 kaum Änderungen; die Strecke ist auf bestem Geläuf sehr schön zu reiten.
49 Wahnhausen Bei der Schleuse über die Werra, wie in der Ursprungs-Streckenführung. Die Brücke (nicht für PKW) ist für Pferde ausreichend breit.
57,5 Gut Ellenbach Auf der Strecke rund um die Autobahnunterführung (A7) gibt es kaum Änderungen gegenüber den alten Karten. Gut Ellenbach ist ein Islandpferdehof mit Pferdepension; hier kann man evtl. Station machen.
64 Oberkaufungen Am Steinertsee ist die Streckenführung ganz leicht verändert. Anschliessen geht die Strecke (schon immer) mitten durch Oberkaufungen durch - eine von drei größeren Ortsdurchquerungen auf der Route.
69 Oberkaufungen Südlich Oberkaufungen auf der Originalstrecke sehr harte Wege, daher westlich verlegt. Hier droht außerdem der autobahnähnlich B7-Neubau.
78 Wald bei Quentel Hier wie an weiteren Stellen gab es kleinere Änderungen weil alte Waldwege nicht mehr vorhanden waren
95 Spangenberg Kleinstadt mit sehenswerter Burg, die man auch auf direktem Weg angenehm durchqueren kann, indem man am Silberhäuschen schon die Höhe verlässt und Kaltenbach östlich umreitet. Im Tal asphaltierter Weg.
105 Altmorschen Größerer zu durchquerender Ort (Weitgehend Originalstrecke)
111 Niederbeisheim Sehenswertes altes Rittergut. Leicht veränderte Strecke
118 Aschenberg Auch hier sehr schöne Strecke. Der weitere Weg entlang des Naturschutzgebiets Roßbachwiesen. Im Talgrund hängertauglicher Parkplatz in Autobahnnähe
122,7 Völkershain Bei Völkershain unterschreitet die Strecke die A7. Am "Forellenhof" (außerhalb liegendes Restaurant) endet die Strecke 1


Einzelnes zur Strecke 2:



10 Knüllwald Der Weg über den Knüllwald entspricht der Originalstrecke. Wenig Änderungen an Siedlungen und Wegen.
29 Autobahn Originalübergang über die A4 war am Rasthof Rimberg. Dort gibt es Wildgitter (Für kleine Pferdehufe gefährlich). Deswegen habe ich die Strecke westlich verlegt. Hier ist es auch nicht ganz so steil.
34 Burg Herzberg
Neuer Streckenabschnitt. Die Originalstrecke ging nach Alsfeld; die Wege waren fast alle nicht mehr vorhanden, und in Alsfeld schien mir die Autobahnunterquerung auf einer Gitterbrücke zu gefährlich für Pferde. Der neue Streckenabschnitt geht an einer sehr sehenswerten Burg vorbei
57 Vadenroth Hier kommen wir wieder auf die Originalstrecke. Dieser Abschnitt ist gut zu finden und passierbar, später gibt es Änderungen (zugefallene Wege).
76 Geiselstein Dasselbe gilt für die Wegabschnitte bis zum Geiselstein. Hier sind an einigen Stellen Wanderpfade mit gemappt, wo entsprechend rücksichtsvoll geritten werden muss. Rund um den Hoherodskopf ist als einzige Stelle auf über 100km Strecke mit gewissen Mengen Touristen (Fußwanderern und Radfahrern) zu rechnen.
89 Völzberg Die Strecke geht abschnittsweise entlang des "Südbahn-Radwegs" (abgebaute Nebenbahnstrecke).
103 Birstein Bei Birstein gab es Änderungen; die Kleinstadt wird etwas östlich umgangen
118 Aufenau Bei Aufenau geht es auf der alten Strecke über die Kinzig. Hier gab es kaum Veränderungen. Die Autobahnüberquerung (A66) ist wesentlich ruhiger und auch kürzer als die Originalstrecke aus den 80'ern.
127 Kassel In Biebergemünd-Kassel, dem Eingang zum Spessart, endet Strecke 2. Am Endpunkt etwas außerhalb des Ortes sind Parkplätze vorhanden

Einzelnes zur Strecke 3:



3 Biebergemünd Aufpassen auf Radfahrer! Der Weg ist auch Fernradweg
5 Breitenborn Der (laut TK25 vorhandene) Weg führt direkt an der Zirkelsmühle entlang. Falls nicht möglich, Umweg 400m
13 Näßlichbach Strecke aus der Ursprungskarte übernommen. Die TK25 gibt keinen Anhalt ob die Wege noch existieren. Alternative im Tal bis zum Gondelteich weiterreiten, dann den Graben hinauf, Umweg 400m.
23 Hof Trages Die Ursprungsstrecke ging durch den Domänenhof, der heute ein Golfplatz ist. Die Wege existieren noch immer, trotzdem Strecke verlegt.
31 Autobahn 45 An der Autobahnbrücke verlässt man den Straßenzug der alten Birkenhainer Straße.
34 Kahl am Main Furt durch den Kahlbach (laut Luftbild), desweiteren wird der Weg links des Kahlbachs benutzt. Rücksicht auf Spaziergänger nehmen, wir sind wieder in dichtbesiedeltem Gebiet!
41 Seligenstadt Mainfähre, die von Reitern und Kutschfahrern benutzt werden kann. Die Ursprungsstrecke ging bei Großkrotzenburg über den Main (Fährbetrieb eingestellt 1999). Seligenstadt wird auf neuem Weg umgangen. Ob der Weg entlang der Sendeanlage noch frei ist, liess sich noch nicht feststellen
58 Schaafheim Umverlegung der Strecke im Wald auf die Schwarzwasserschneise wegen baulicher Änderungen im Feld von Schaafheim (Motocross-Strecke, Steinbrüche)
62 Mosbach Mosbacher Warte (Aussichtsturm)
76 Breuberg Unbedingt kurzen Abstecher zur Burg machen. Auf dem Abstieg Stufen (Umgehung über die Straße)
77 Sandbach Die Strecke führt direkt am Welsh Gestüt Breuberg vorbei. Ein geeignetes Wanderreiterquartier?
82 Rimhorn Die Originalstrecke führt durch Rimhorn ohen dass klar wird warum. Den Ort kann man auch westlich umgehen und spart dabei einen Ab- und Aufstieg.
100 Würzberg Hier gibt es eigentümlich viele, parallel verlaufende sehr schmale Feldwege. Man sollte sich bemühen den "Wirtsweg" zu treffen.
113 Krähberg Jagdschlösschen Krähberg ist einen Abstecher wert (Besichtigung nach Voranmeldung). Am Straßenübergang Gasthof mit Restaurant und Zimmern (Pausenmöglichkeit)
120 Beerfelden Die etwas langwierige Passage um Beerfelden herum hat den Zweck am Beerfelder Galgen vorbeizureiten. Touristischer Punkt an der Straße nach Airlenbach und möglicher Rastplatz.
133 Kortelshütte Die Wege zum Abstieg ins Neckartal sind so der Ursprungskarte entnommen und sind auch in der TK25 enthalten, sind aber vermutlich schmal und vielleicht teilweise auch nicht mehr passierbar. Bitte überprüfen und mit Umwegen auf Schotter rechnen
137 Hirschhorn Das Streckenende der Originalstrecken mitten in Hirschhorn liess sich - ebenso wie der Start in Herstelle - nicht so genau nachvollziehen. Parken kann man, außer bei Hochwasser, direkt am Neckar (Jahnstraße). In der Nähe befindet sich auch ein Wohnmobilparkplatz mit Versorgung

Strecke bei gpsies zum Anschauen oder zum Herunterladen als GPS Track

STRECKE 1 - 122,6 km -- Herstelle/ Bad Karlshafen - Völkershain/Knüllwald

STRECKE 2  - 127,2 km -- Völkershain/ Knüllwald -Biebergemünd/Spessart

STRECKE 3 -- 137,06 km -- Biebergemünd - Seligenstadt -Hirschhorn/Neckar

Historisches

"Wollen wir uns dem Reitwandern etwas näher widmen. Groß war unsere Empörung, als ausgerechnet auf der (unserer?) traditionsreichen Birkenhainer Straße die Markierung des Deutschen Reiterpfades Nr. 1 auftauchte. Eine richtige Vorstellung über die Folgen dieser Kennzeichnung mit dem Hufeisen und der Zahl 1 in oranger Farbe, teilweise auch auf einigen Metallschildern mit grünem Untergrund, war nicht vorhanden. Auch das zuständige Forstamt, das diese Markierung genehmigen mußte (mußte??), konnte keine Angaben machen, wie viele und welche Reiter den Wanderweg benutzen würden. Es vergingen Monate; Hinweise auf Reiter, die auf der Birkenhainer Straße zu beobachten waren, blieben aus. Die erste Aufregung legte sich. Bemühungen hinter die Bedeutung dieses Hufeisens zu kommen, waren schließlich fruchtbar. Ein Gespräch in sachlicher Atmosphäre brachte gegenseitiges Verständnis hervor. Ein problemarmes Miteinander von Wanderern und Reitwanderern scheint gewährleistet zu sein. (...) Nähere Angaben ergeben sich aus dem Buch »Der Deutsche Reiterpfad Nr. 1« von Rudolf Salg und Horst Dippel, erschienen im L.B. Ahnert-Verlag in Friedberg 3. Es muß anerkannt werden, daß in diesem Buch die Verantwortung des Reiters gegenüber der Landschaft und deren anderen Benutzern ernst genommen wird (so soll es auch bleiben!) " (Nachrichten des Spessart-Bundes, März 1988 Nr. 3; Anmerkungen in Klammern sind von mir)

Rechtliches zum Thema Fernreitwege

In den 1980'er Jahren wurde die Strecke durch die Initiatoren markiert und daher auch durch die zuständigen Stellen (Forstämtern) genehmigt. Ich gehe davon aus dass diese Genehmigung nicht "erloschen" ist. Auch um diese zu erhalten haben die Streckenänderungen hauptsächlich "redaktionellen" Charakter. Ich gehe aber davon aus dass in Zeiten von GPS niemand mehr eine komplette Markierung einer Route dieser Länge erwartet. Ein nicht ausgeschilderter Fernreitweg ist an sich genehmigungsfrei und keine "geschlossene Veranstaltung". Jedermann darf den Wald zur Erholung betreten, auch zu Pferd, selbstverständlich im Rahmen der geltenden Vorschriften des Hessischen Forstgesetzes.

Private Erfahrungen auf dem Deutschen Reiterpfad Nr.1

In den frühen 1990er Jahren bin ich anlässlich von Distanzritten gleich zu drei Gelegenheiten auf dem Deutschen Reiterpfad geritten: In Trendelburg (Reinhardswald-Distanz), im Vogelsberg (Vogelsberg-Depesche, veranstaltet von Burckhardt Dreßler) und im Rodgau (Rodgau-Post veranstaltet von Dieter Hannes). Auf jedem dieser Ritte waren die Abschnitte mit den Strecken des Deutschen Reiterpfads nahezu sagenhaft schön, dass man sich noch nach vielen Jahren an sie zurückerinnert. Sowohl das pferdefreundliche Geläuf betreffend, die landschaftliche Schönheit der Strecke mit entsprechenden Aussichtspunkten, wie auch die logische, gleichmässige Routenführung. So müssen Reitrouten aussehen!

Epilog

Kann man sich vorstellen dass heute noch Reiter den DRP abreiten? Schon vor 25 Jahren war das Interesse offenbar gering, wie die Nachricht des Spessartbundes von 1988 ja andeutet
Heutzutage, wo selbst ein Ritt von 4 Stunden ohne Gepäck von vielen schon als Wanderritt bezeichnet wird, verlangen die wenigen Reiter, die mehrtägig reiten wollen, offenbar nach mehr als die in Dippel's Buch beschriebenen bescheidenen Quartieren bei Landwirten, in Jugendheimen und Reithallen. Die "alten" Landwirte, die den Krieg mit Pferden noch mitgemacht und nötigenfalls für 15 Pferde Platz in ihren Scheunen freigeräumt hatten, sind längst alle gestorben. Dafür existiert heute ein weitverbreitetes Angebot von Wanderreitstationen mit 4-Gänge-Rittermenü, Whirlpool für die müden Knochen nach dem Ritt, Himmelbett und Gepäcktransportservice -- zum Preis einer einzigen Übernachtung konnte man damals 2 Wochen reiten. Die meisten heutigen Reiter reiten aber eh nicht mehr länger als 4 Tage und legen, wie meist empfoheln wird, auch nicht längere Strecken als 25km am Tag zurück -- was den Pferden solcher Schlemmer-Reiter vielleicht auch besser tut. Kann dann wenigstens von einem deutschlandweiten, umfassenden Stationsnetz gesprochen werden? - Was ja zumindest den Vorteil hätte das Schlafsack und sämtliches schweres Gepäck zuhause bleiben könnte? Das wohl nicht, obwohl oft der Eindruck entsteht, es gäbe mehr Stationen als Reiter, und man bei Nachfragen erfährt, dass die Angebote kaum genutzt werden.