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TAUNUSREITER (c) Frank Mechelhoff 2008 - Kopien speichern nur zum privaten Gebrauch zulässig |
![]() Schwerverkehr rast durch den Taunus Wer kennt sie nicht, die vierachsigen Kipper der Fa. Sönke Mohr und anderer Baufirmen, die mit Höchstgeschwindigkeit, Tempo 80 und mehr, durch die Nebenstraßen des Taunus brettern, hinter sich eine Schlange von Autos. Wer, der nicht 300PS hat, traut sich noch die zu überholen, deren Fahrer kein Milimeter vom Gas gehen wenn sie überholt werden, eher im Gegenteil, noch erst recht feste drauftreten, ein schlimmer Verstoß gegen §5 (6) STVO übrigens? Sie schämen sich nicht, sondern drucken die Namen ihrer Besitzer noch fett auf die LKWs, so werden sie zu Synonymen der Verkehrsbehinderung und - gefährdung. Ist Ihnen schonmal auf der 4m breiten Weiltalstraße
nach einer Kurve einer dieser 40 Tonnen schweren, doppellenkerachsigen
Kolosse halb auf der Gegenverkehrsspur mit Schräglage entgegen
gekommen, dessen eifriger Pilot nach dieser Fahrweise sein Gefährt
wohl nicht so ganz von einem Golf GTI unterscheiden kann? Sie sind der Schrecken der übrigen
Verkehrsteilnehmer und machen die Durchfahrtsstraßen unserer
Taunusdörfer nahezu unbewohnbar und gefährlich. Die
Umwelt, die
Straßen, die Häuser in den Ortsdurchfahrten (oft 1m neben
der Straßen) nehmen durch sie Schaden. Und wer kommt für
die Schäden auf? Der einzelne Hausbesitzer, auf lange
Sicht, oder im Falle der Straßen, die Steuerzahler. Im Falle der Autobahnen ist bekannt, dass ein einzelner
Schwerlast-LKW die Straßen ebenso schädigt wie 160.000 PKW. Früher gab es Lastwagen im Taunus zwar auch schon,
aber sie fuhren weniger schnell und vor allem weniger weit. Niemand
fuhr Sand, Kies und Schutt vom Hintertaunus bis ins Rhein-Main-Gebiet,
oder machte ähnlich schwachsinnige Transporte. Heute scheinen sich
solche Fahrten zu lohnen:
Zumindest für die Unternehmer. Die Umwelt und die Allgemeinheit
tragen ja die wirklichen Kosten. Hinzu kommen noch die Mautpreller. Heutzutage hat ja
jeder ein NAVI, und "Route ohne Autobahnstrecken berechnen" findet auch
jeder. Und da fährt man dann. Leider ist es ja hier nicht wie im
Sauerland, wo im Navi eingetragene Straßen manchmal auch Feldwege
sind, und der Fahrer an der ersten scharfen Wendung hängen
bleiben, entsprechend Zeit verliert, und das dann hoffentlich nie
wieder macht. Und da die heutigen LKWs alle 500PS haben und nicht mehr
nur 150, kommen sie auch erstaunlich schnell über den Sandplacken,
und müssen nicht mehr außen herum fahren wie das vor 15
Jahren noch üblich war. Aber wie sehen die Straßen jetzt
aus?? Und was machen die Behörden? Anstatt mehr Straßen für
Schwer-LKWs zu sperren,
machen sie noch welche für sie auf. z.B. die Bergstraße von
Oberems zur Kittelhütte-Seelenberg/ Reifenberg, die früher
auf 12t limitiert war (außer Linienbusse) und jetzt (2007),
nachdem man sie, nach 20 Jahren, auf einen passablen
Oberflächenzustand gebracht und die Bankette um 1m verbreitert
hat, nimmt man das "Gesperrt für LKW" Schild weg! Und nun kommen
in der Haarnadelkurve den Auto- und Motorradfahrern lustig die
Sattelschlepper auf der Gegenverkehrsspur entgegen, und man fragt sich:
Was suchen die hier, haben die sich verfahren? Was sollte man
stattdessen tun?
Bis dahin: "Fahrweise okay"? Rufen Sie die Telefonnummer des Chefs des Lasterfahrers vor Ihnen an, der sie nicht vorbeilässt. Sagen Sie ihm dass es nicht okay ist, von seinem Angestellten behindert oder gefährdet zu werden, und dass sie Firmen über deren Dienstfahrzeuge sie sich alle Wochen ärgern, als privater Auftraggeber nicht berücksichtigen können. Demnächst Demnächst wird es hier ein Forum geben wo man sich tüchtig über den Verkehr im und rund um den Taunus und die größten Verkehrsbehinderer auslassen, und aufregen kann. Vielleicht tun ja dann die Schnarchnasen, Berufsverzögerer und Sich-Nicht-für-Zuständig-Erklärer aus Politik und Verwaltung etwas -- damit es für diejenigen besser wird, die halt leider noch arbeiten gehen/fahren müssen um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, die Wirtschaft anzukurbeln - und vor allem, die 90% der (Steuer-) Last tragen unser Gemeinwesen am Leben zu erhalten, aber deren Interessen zu weniger als 10% berücksichtigt werden in allen politischen Fragen.. Quelle des Bildes im Titel, und ein interessanter Link zum Straßenbau: http://www.asphalt.de/site/startseite/technik/bautechnik/4_standardisierung_des_oberbaus/ |