Knoten
für Wanderreiter
Der beste Knoten ist keineswegs der, der nie wieder aufgeht -
ganz im Gegenteil!
Gute Knoten sind:
- haltbar in Ruhe sowie unter Last (aber nicht
unbeabsichtigt, oder
durchs
Pferd lösbar)
- gut lösbar nach Gebrauch, auch nach starker Lastaufnahme
- (nach entsprechender Übung) schnell herzustellen
Die seemännischen Knoten sind auch die für den Wanderreiter
besten.
Die wichtigsten Knoten für Wanderreiter sind:
- Palstek
Dient dazu ein wieder lösbares "Auge" in ein Seilende zu machen das
sich nicht zuzieht, um z.B. ein Picketline an enem Baum über einer
Astgabel
einzuhängen. Vielleicht der wichtigste Wanderreiter-Knoten
überhaupt.
Wie wird er gemacht ? - > Anleitung mit Animation
Merke: "Schlange kommt aus dem See, um den Baum
herum, und verschwindet wieder"
- Kreuzknoten
Dient dazu zwei gleich breite Seilenden (z.B. Zaunlitze) so zu
verbinden, dass sie unter Zug gut halten, aber sich auch wieder lösen
lassen (auch nach Jahren) Wichtig ist den ersten und zweiten Schlag
parallel zu
legen;
ein schiefer Knoten der sich zuzieht ist ein Hausfrauen-Universalknoten
und
kein Kreuzknoten.
- Schotstek
Dient dazu zwei verschieden breite
Seilenden zu verbinden. Ist dem Kreuzknoten ähnlich, hält stabiler.
Anleitung für
Kreuzknoten und Schotstek
- Seil (oder Zaunlitze) aufwickeln
In der Seemannssprache nennt man das "Leine aufschießen". Das Seil (im
Fall von Picket-Seilen handelt es sich meist um Reepschnur) wird über
den Ellenbogen aufgewickelt und dann in der Taille mit etwa 7
parallelen
Umwicklungen stramm fixiert. Das Seilende wird unter die letzten 2
Umwicklungen
geführt und dann festgezogen, dass diese das Seilende - wie die Segler
sagen - bekneift. Am Sattel wird es so befestigt dass es
nicht - unter gar keinen Umständen - schlägt oder pendelt.
- Seilenden sichern
Gute Bergsportseile haben heute meist eine Polyesterseele, deren Enden
mit
dem Feuerzeug angeschmolzen und verschweißt werden können, was
späteres "Aufdröseln" im Gebrauch verhindert. Gedrehte Seile aus
mehrfachen Strängen (meist aus Naturfasern) müssen noch abgebunden
werden. Seile aus Naturfasern sind hand- und hautfreundlich und eignen
sich
daher gut für Führstricke. Für Anbinde- und Picketseile sind
die modernen, undehnbaren Seile aus dem Bergsportbereich
(s.g.Reepschnüre
oder Späolo-Seile) geeigneter.
- Spleißen
Dient dazu ein dauerhaftes und voll belastbares
Auge in einen Strick aus gedrehten Naturfasern zu machen, z.B. in das
Karabiner-Ende
eines Anbindestricks. Hierbei werden an der gewünschten Stelle die
Stränge
nacheinander geöffnet und das jeweils nächste Strangende
hindurchgezogen,
bis das Seil ganz aufgespleißt ist, oder die Länge das 5-fache
des Spleißumfangs ausmacht. Nylonseile können nicht verspleißt
werden.
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