taunusreiter TAUNUSREITER
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Updates 15. Jan. 2006
 

Knoten für Wanderreiter

Der beste Knoten ist keineswegs der, der nie wieder aufgeht - ganz im Gegenteil! Gute Knoten sind:

  • haltbar in Ruhe sowie unter Last (aber nicht unbeabsichtigt, oder durchs Pferd lösbar)
  • gut lösbar nach Gebrauch, auch nach starker Lastaufnahme
  • (nach entsprechender Übung) schnell herzustellen

Die seemännischen Knoten sind auch die für den Wanderreiter besten.

Die wichtigsten Knoten für Wanderreiter sind:

- Palstek

Dient dazu ein wieder lösbares "Auge" in ein Seilende zu machen das sich nicht zuzieht, um z.B. ein Picketline an enem Baum über einer
Astgabel einzuhängen.  Vielleicht der wichtigste Wanderreiter-Knoten überhaupt.

Wie wird er gemacht ? - > Anleitung mit Animation

Merke: "Schlange kommt aus dem See, um den Baum herum, und verschwindet wieder"

- Kreuzknoten

Dient dazu zwei gleich breite Seilenden (z.B. Zaunlitze) so zu verbinden, dass sie unter Zug gut halten, aber sich auch wieder lösen lassen (auch nach Jahren) Wichtig ist den ersten und zweiten Schlag parallel zu legen; ein schiefer Knoten der sich zuzieht ist ein Hausfrauen-Universalknoten und kein Kreuzknoten.


- Schotstek

Dient dazu zwei verschieden breite Seilenden zu verbinden. Ist dem Kreuzknoten ähnlich, hält stabiler.

Anleitung für Kreuzknoten und Schotstek


- Seil (oder Zaunlitze) aufwickeln

In der Seemannssprache nennt man das "Leine aufschießen". Das Seil (im Fall von Picket-Seilen handelt es sich meist um Reepschnur) wird über den Ellenbogen aufgewickelt und dann in der Taille mit etwa 7 parallelen Umwicklungen stramm fixiert. Das Seilende wird unter die letzten 2 Umwicklungen geführt und dann festgezogen, dass diese das Seilende - wie die Segler sagen - bekneift. Am Sattel wird es so befestigt dass es nicht - unter gar keinen Umständen - schlägt oder pendelt.

- Seilenden sichern

Gute Bergsportseile haben heute meist eine Polyesterseele, deren Enden mit dem Feuerzeug angeschmolzen und verschweißt werden können, was späteres "Aufdröseln" im Gebrauch verhindert. Gedrehte Seile aus mehrfachen Strängen (meist aus Naturfasern) müssen noch abgebunden werden. Seile aus Naturfasern sind hand- und hautfreundlich und eignen sich daher gut für Führstricke. Für Anbinde- und Picketseile sind die modernen, undehnbaren Seile aus dem Bergsportbereich (s.g.Reepschnüre oder Späolo-Seile) geeigneter.

- Spleißen

Dient dazu ein dauerhaftes und voll belastbares Auge in einen Strick aus gedrehten Naturfasern zu machen, z.B. in das Karabiner-Ende eines Anbindestricks. Hierbei werden an der gewünschten Stelle die Stränge nacheinander geöffnet und das jeweils nächste Strangende hindurchgezogen, bis das Seil ganz aufgespleißt ist, oder die Länge das 5-fache des Spleißumfangs ausmacht. Nylonseile können nicht verspleißt werden.



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