Der Alex, das Islandpony...

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Alex

Das ist ALEX, das Pony. Nein ich sage nicht Islandpferd wie das heutzutage Mode geworden ist - er ist ein echtes wirkliches Pony, mit all den guten Eigenschaften die ein echtes Pony ausmachen, innerlich und äußerlich. Vielleicht gäbe es heute nicht soviele Pferde überall in der Landschaft, wenn nicht Leute wie Ursula Bruns die Ponies wiederentdeckt und nach Deutschland gebracht hätten. Alex gibt es schon seit 1974, da kam er in den schönen Sauwiesen, einem idyllischen Tal im Taunus bei Seelenberg, zur Welt. Sein erster Besitzer war Ludwig Gräf, dem ich verdanke dass ich ein Reiter bin. Er kam 1966 oder 1967 aus Sindlingen bei Höchst nach Seelenberg und fing an dort einen Ponyhof aufzubauen, mit 5 Islandponies die er selber aus Island importiert hatte. Er hatte Island zuvor mit seiner Frau besucht, liebte dieses schöne Land aus Feuer und Eis, war dort geritten und stellte fest was das doch für hervorragende Ponies sind. Dann überlegte er ob man sie nicht im Taunus ansiedeln könnte. Damals, in den 60'er Jahren, schafften alle alten Bauern ihre Pferde ab, ersetzten sie durch Traktoren, und niemand wäre auf so eine Idee gekommen. Erst Ende der 70'er Jahre schlug die Idee dann richtig gut ein, als Städter aus Frankfurt (rund 30km entfernt), so wie die Eltern von meiner Schwester und mir, mit ihren Kindern die herrliche Natur draßen entdeckten... und den Islandponyhof Seelenberg.
Dort wo die Ponies heute noch stehen, in den Sauwiesen, gab es Ende der 60'er Jahre keine Landwirtschaft mehr. Ohne die Ponies gäbe es heute dieses idyllische Tal von über 30 Hektar - ein Pferdeparadies wie es in der ganzen Region kein zweites hat - heute nicht mehr. Kein Tier hätte die Wiesen mehr beweidet, alles wäre zugewuchert und heute voller Wald, ganz so wie man das an anderen Stellen in der Nähe sehen kann. Dabei ist dort, mit Blick auf den Pferdskopf, doch schon soviel Wald außenrum. Und weil die Ponies die Weiden freihielten und freundlich zu den Blumenfreunden waren, die auf den Sauwiesen Fotos machten, und ihnen nicht in den Hintern bissen, fand man heraus dass dort seltene Pflanzen wachsen. Und wie das heute eben so ist, gibt es Naturschützer die glauben besser zu wissen wie man die Sauwiesen beweiden sollte, als die Ponies das die letzten 30 Jahre gemacht haben...
Alex habe ich 1981 gekauft. Ich bin mit ihm hauptsächlich im Gelände geritten aber wir haben auch viele andere Sachen gemacht: Reitkurse gemacht, Rallyes, Distanzritte (bis zu 110km an einem Tag!) aber vor allem Wanderritte. 1988 zB. durch Hessen, Franken und die Rhön, über 800km in drei Wochen. Noch im Jahr 2003 ritt Isabell ihn 10 Tage auf einem Wanderritt, zusammen mit mir und Natascha, zu den Externsteinen bei Horn. Insgesamt hat dieses Pony ungefähr 40.000km auf dem Tacho, und ist immer noch völlig gesund! Er ist auch - resolut, aber liebevoll - Chef meiner kleinen Herde. Nicht mehr in Seelenberg sondern in einem Nachbarort, wo ich meine Pferde auch schon lange halte... ganzjährig draußen, so wie sie es gewöhnt sind und es am liebsten haben. Er passt auf dass die Stuten keinen Quatsch machen, und wenn sie doch einmal ausbrechen, was zum Glück selten vorkommt, führt er sie stets an eine Stelle wo keine Autos fahren und es sicher ist... in die Nähe der Stelle wo er geboren ist, und wo er dann guckt, ob er dort einen Verwandten findet den er noch von früher kennt !


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