Wanderreiten
in der Hochrhön
Frank Mechelhoff
03. Juni 2005 (update 28. Okt. 2005)
Die Hohe Rhön, das Land der weiten Fernen,
ist eine der schönsten Landschaften Deutschlands und nimmt eine
Sonderstellung unter den Deutschen Mittelgebirgen ein. Ich bin hier
1988 das erste Mal geritten - im März 1990 das erste Mal durch die
Thüringische Rhön - damals noch DDR mit den neuerrichteten Grenzübergangsstellen.
Seither fasziniert mich diese Landschaft und läst mich nicht mehr
los.
Die Hohe Rhön und Ihre Bedeutung für Fernwanderreiter
Wie viele Mittelgebirge ist die Rhön ein eher langgestreckter
Höhenzug mit einzelnen Kuppen, jedoch sind die Höhenlagen
- einmal erreicht - eher flach. Oft laufen die Wege auf Höhen von
900m Meereshöhe ohne wesentliche Steigungen dahin. Der Verlauf orientiert
sich vom Südwesten aus dem Sinntal (Burgsinn-Rieneck) nach Nordosten
ins Werratal (Vacha-Bad Salzungen) - Luftlinie 88 km.Trotz der Steigungen
kommt man als Wanderer zu Fuß wie zu Pferd auf dieser Linie bestens
vorwärts und wird sie daher - zumal der landschaftlichen Schönheit
und der dünnen Besiedlung, Abwesenheit von größeren
Verkehrsstraße, Industriezonen u.dergl. eventuell kürzeren
Routen im Osten oder Westen bevorzugen.
Auf der Achse Hammelburg-Eisenach ist sie die beste Verbindung.
Mit Anschlüssen über die Nachbargebirge kommen die Richtungspunkte
Aschaffenburg, Nürnberg, Mannheim, Frankfurt/M. im Süden,
und nördlicherseits Kassel, Gotha, Mühlhausen und Göttingen
in Betracht. Die Rhön-Übergänge und Zwischenpunkte - als
wichtigstes Fulda zu nennen - bespreche ich weiter unten.
Aktuelle Bedeutung
Mit dem neuen Thüringer Forstgesetz wurden Reitwege
in den Gebieten der Thüringischen Rhön ausgewiesen die
durch Wald verlaufen und dem Wanderbedürfnis der Reittouristik
Rechnung tragen. Dieses geschah nicht zur Freude der Reiter, da sie es
immer vorziehen unreguliert ihre Wege selbst wählen zu können
und konfliktträchtigen Konzentrationen aus dem Weg zu gehen, war
jedoch notwendig geworden durch die Gesetzesänderung, die Reiten und
Kutschfahren im Wald auf (auszuweisende) Reitwege beschränken
sollte. Auch wenn objektiv gesehen ("Pferdedichte" im Verhältnis zur
Landes- bzw. Waldfläche) hierfür keine Notwendigkeit vorlag. Dennoch
beteiligten sich Thüringer Reiter - und auch solche aus benachbarten
Bundesländern - mit Ihren Vorschlägen an das ausführende
Forstministerium bzw. den lokalen Forstämtern. Das Ergebnis (Ausschilderung
der Reitwege) ist jetzt abgeschlossen und für die Reiter in etwa brauchbar.
In Hessen ist das Reiten seit jeher auf allen festen Forstwegen
über 2m per Landesgesetz gestattet und soll hier auch gar nicht
diskutiert werden.
Problemfall "Lange Rhön"
In Bayern ist das Reiten zwar weitestgehend erlaubt, jedoch hat
insbesondere der Landkreis Rhön-Grabfeld/ Bad Neustadt restriktive
Vorschriften erlassen für "sein Naturschutzgebiet Lange Rhön"
- ein nicht zu umgehender, 32,72 km² großer Teil der
Hochrhön im Dreiländereck bis an den Heidelstein. Laut einer
Verordnung dieses Landkreises von 2002 zum NSG "Lange Rhön"
ist hier angeblich das Reiten verboten. Auf den an jeder Wegkreuzung
im und am NSG herumstehenden Schildern auf denen verbotene und erlaubte
Handlungen aufgezählt sind - dieeser Schilderwald ist einmalig
in Deutschen Naturschutzgebieten und stellt allein für sich eine
Landschaftsverschandelung dar! - ist das Reiten jedoch nicht als verboten
erwähnt *). Da das Reiten nach der bayrischen Landesgesetzgebung
auch in Naturschutzgebieten auf Wegen generell nicht verboten ist - auch
nicht in Hessen oder Thüringen - und dafür objektiv auch
kein Grund vorhanden ist, ist es eher unwahrscheinlich dass Reiter von
weiter her diese Verordnung des Kreises kennen und befolgen - wahrscheinlich
auch nicht die Einheimischen...
Rechtlich strittig
Außerdem ist deren Rechtsgültigkeit stark strittig, denn
ein genereller Ausschluß von Nutzergruppen wie der Reiter ist
nicht möglich. Zudem hat eine vorzusehende Beteiligung der Betroffenen
(Interessensverbände und Vereine) wahrscheinlich nicht stattgefunden.
Hinzu kommt das Problem zu klären, wer überhaupt beteiligt
oder betroffen ist. Wie schon erwähnt ist die Hohe Rhön ja gerade
durch das Fehlen von Siedlungen gekennzeichnet, ist altes "Transit-Land" und
hat als Wandergebiet eine weit mehr als regionale Bedeutung. Es wäre
also unzureichend, z.B. nur den Reitclub Rhön in Bad Neustadt zu befragen
- obwohl das sehr nette Leute sind. Eine Wandertour von Bad Neustadt auf
den Heidelstein setzt ein ganz gut trainiertes Pferd voraus und ist eine
Tagestour. Nur wenige der ohnehin wenigen lokalen Reiter wären willens
oder in der Lage solche Touren (regelmäßig) auszuführen.
Somit wäre alle Reitvereine der Umgebung Fulda-Bad Kissingen-Meiningen,
die Kreisreiterverbände, sowie die VFD Hessen, Thüringen und
Bayern anzusprechen und um Vorschläge zu bitten, die dann geprüft
werden müssten. Ein hoher Aufwand, der am besten vermieden werden sollte
- aber unumgänglich ist wenn 1.) Verbote ausgesprochen werden sollen,
und 2.) sich an der (politisch motivierten) Reitwege-Rechtssituation Thüringens
angeglichen werden soll.
Einbindung im Biosphärenreservat Rhön
Das NSG "Lange Rhön" hat durch seine Fläche (mit
Abstand größtes NSG Bayerns) eher den Charakterr eines Naturparks.
Einheitliche Regelungen zum Natur- umd Umweltschutz innerhalb dieser drei
Bundesländer und etlicher Landkreise umfassenden Region werden heute
durch die Biosphärenreservatsverwaltung gesetzt. Es ist nicht
zweckmässig dass jede Körperschaft in Detailfragen wie der Reiterei
eigene Regelungen trifft die dann von den benachbarten im Grenzland stark
abweichen, nicht bekannt oder nicht durchsetzungsfähig sind - Stichwort
Akzeptanz! Es müssen daher einheitliche Regelungen beschlossen werden,
die zweckmässig sind und nicht ausufern. Nirgendwo in der Rhön gibt
es Probleme mit Reitern, dazu gibt es davon dort viel zu wenige. Und es sind
auch keine zu erwarten wenn Verbote gelockert werden die schon jetzt weitgehend
mißachtet werden.
Die Lange Rhön ist mit Sicherheit besonders schutzwürdig.
Sie ist es aber nicht mehr als die Gegend um die Wasserkuppe oder Milseburg,
die Frankenheimer Rhön, die Hohe Löhr/ Geba, der Pinzler/ Horbel,
oder die Schwarzen Berge in Bayern. Das sind alles Gebiete ohne Reitverbote.
Auch wenn für manche altgedienten Rhönklubmitglieder der Heidelstein
das allerheiligste ist... aber doch bitte kein "Naturschutz" durch Ausgrenzung
anderer, oder?? Besonders dann wenn man von Ihnen eigentlich gar nichts
weiß und nur Vorurteile aufwärmt wie, das Reiter Wege zerstören
usw. Mit ihrem Blick von weiter oben sehen sie die Birkhühner (so
sie tatsächlich auf den Wegen brüten sollten) sicher besser als
manch anderer...
Vorschlag für Nord-Süd-Verbindungen durch
die Lange Rhön
Zwei Nord-Süd-Verbindungen entsprechend der auch vorhandenen
Wanderwege, einen mehr am westlichen und einen mehr am östlichen
Rand des NSG verlaufend. Die geeignetsten Rastpunkte mit Verpflegung
finden sich auf der östlich gelegenen Route, deshalb ist diese -
trotz der dort vorhandenen größeren Schwierigkeiten mit Bohlenwegen
und Brücken - auch notwendig bzw. wirtschaftlich erwünscht.
Übergänge von der einen zur anderen Route sind vorzusehen. Auch
ist der Landschaftscharakter auf beiden Wegen doch unterschiedlich und jeweils
einmailig.
Diese Grafik wurde mit dem sehr empfehlenswerten Programm VISOR
des Hessischen Landesvermessungsamtes erstellt - 1:25.000 und auf
1:200.000 verkleinert der besseren Übersicht wegen. Eine Übertragung
auf die üblichen Topografischen Karten 1:50.000 /Rhön Nord/
Hessen und Rhön Süd/ Bayern ergibt sich recht einfach. Grundlagen
sind die vorhandenen Wanderwege (dort sind sie aber auch teilweise nicht
topografisch genau eingetragen; daher bitte mit Vorbehalt betrachten!)
Anschlüsse und Übergänge
Für Reiter die nicht über die ganze Rhön wandern
wollen, oder Tagesritte. Sehr abhängig vom regionalen Bedarf über
den mir kaum Informationen vorliegen
Die Anschlüsse im Hessischen Bereich Wüstensachsen
sind nicht eingezeichnet, weil hier zum einen keine mir bekannten Verbote
vorhanden sind, zum anderen der Westliche Höhenweg am äußersten
Rand des NSG (und des Bundeslands Bayern) verläuft und daher überall
angeschlossen werden kann.
Fulda erreicht man am besten über den Antsanvia, Ortesweg
oder "den alten Weg aus der Wederreiba in den Graffeldgau" : Wasserkuppe
-Abtsroda - Grabenhöfchen - Giebelrain- südl. Dietershausen
- Steinhauck - Fasanerie - Bronnzell mit Anschluß an alte
andere Hessische Altstraßen und Höhenwege. Wer hierzu nähere
Informationen sucht, der sei auf die Website des hessischen Hobbyhistorikers
und kundigen Altstraßenforschers Jochen
Heinke und seine Vetröffentlichungen verwiesen.
Nach Norden folgt man der Haupthöhe über Frankenheim
zum Ellenbogen, über verschiedene Wege nach Andenhausen, zum Baier
und ins Werra- oder Feldatal - oder über die Aschenhäuser
Seen (Erbsmühle) zur Hohen Geba und nach Meiningen bzw. zum Dolmar.
Im Süden erscheinen mir folgende Anschlüsse wesentlich:
- nach Bischofsheim buw. Unterweißenbrunn (Rothsee und
Geiseiche)
- Rotes Moor und Anschluß an Schwedenwall (Fortsetzung
des Höhenwegs nach Süden, entweder über Himmeldunk -
Oberweißenbrunn oder Gibitzenhöhe - Frankenheim an den Arnsberg
Nach Osten und Südosten:
(diese verlaufen nur ein kurzes Stück, wenn überhaupt,
durchs NSG Lange Rhön)
- nach Weisbach
- übers Steinerne Haus nach Oberelsbach
- über die Thüringer Hütte zur Gangolfsburg
- zur Rother Kuppe und nach Roth
- zum Hillenberg und nach Roth
- über Rüdenschwinden nach Fladungen
- über Leubach und Huflar zur Erlsmühle und weiter
zum Abtsberg nach Thüringen/ Parallelstecke zu Frankenheim - Ellenbogen
Verhaltenskodex für Reiter
- Jedem Reiter muß klar sein, wo er sich bewegt: In der
einzigartigen und geschützten Landschaft des Biosphärenreservats
Rhön. Es gibt sehr wenige Biosphärenreservate auf der Erde.
Reiten ist hier überhaupt nur möglich und vertretenswert, weil
es sich um eine alte Kulturlandschaft handelt die ihr Gepräge
durch jahrhundertelange Weide- und Waldbewirtschaftung und als altes Transitland
erhielt, wozu auch das Pferd beigetragen hat
- Kein Lärmen, keine freilaufenden Hunde
- Vorrang für Fußgänger, insbesondere auf engen
Wegen - besondere Rücksichtnahme!
- Gruppen in Kolonnen zu Einem reiten
- Schritt reiten bei Begegnungen
- besondere Rücksicht nehmen auf ängstliche Leute,
Tempo verlangsamen, ggf. anhalten, informieren
- Sonn- und Feiertage nach Möglichkeit vermeiden. Das
gilt insbesondere für Gruppen von Reitern (mehr als 3-4). Viel Verkehr
mindert das Reitvergnügen. Dies gilt auch für Regionen ohne
Reitbeschränkungen wie rund um den Kreuzberg, oder der Thüringer
Rhön mit viel Aufkommen (hauptsächlich am Ellenbogen und der Hohen
Geba)
- die Fußgänger auf dem "besseren" Wegstück
gehen lassen und nicht zum Ausweichen zwingen - selber ausweichen
- an den Bohlenwegen (kurze Abschnitte von jeweils 5-20m) absitzen
und führen. Pferde/ Reiter die diese nicht gewöhnt sind, dürfen
sie auch nicht benützen und müssen Umwege gehen. Bei Nässe
nicht mit glatten Eisen (ohne Vidiastifte) benutzen. Nicht mit Stolleneisen
benutzen.
- die übrigen Verhaltensvorschriften zum Wegegebot, der
Müllmitnahme, zum Verbot von Grillen und Feuermachen außer
an den dafür ausgewiesenen Stellen, dem Parken von Fahrzeugen etc.
gelten selbstverständlich auch für Reiter. Parkraum für
Zugfahrzeuge mit Pferdehängern nur an den großzügig ausgelegten
Parkplätzen wie Schornhecke und Schwarzes Moor wo auch Busse parken
können, soweit dies ohne Behinderung des Wanderverkehrs möglich
ist. Sämtliche "Hinterlassenschaften" der Pferde sind an diesen
Stellen mit Misträumern zu entfernen und ins Gebüsch bzw.
so zu entsorgen dass sie keine Belästigung durch Geruch oder Fliegen
erzeugen und schnell verrotten.
- diese Regelungen gelten für Erholungssuchende/ Reisende
zu Pferde. Es kann nicht erwartet werden dass professionelle Reitbetriebe,
die vom Kunden ein Entgelt verlangen, ebenfalls erwarten dürfen
uneingeschränkt und kostenfrei reiten zu dürfen ohne Gegenleistung.
Zumal diese häufig immer die gleichen Wege benutzen (müssen)
und damit zwangsläufig auch stärker abnutzen.
Erforderliche Maßnahmen seitens der Biosphärenreservatsverwaltung
bzw. der Trägerschaften für die Wege (Kreise, Gemeinden)
Weiterer Wegebau ist nicht erwünscht und auch nicht notwendig.
Die festen Fahrwege sind ohnehin schon derart geschottert wie das in einer
Region ohne intensive Land- und Forstwirtschaft (wie in einem besonders
geschützten Gebiet zu erwarten) absolut unüblich bzw. unnötig
ist. Reiter können sich die Wege sehr gut mit Fußgängern
teilen da sie meistens im ähnlichen Tempo unterwegs sind, oder
anpassungsfähig sind. Aus den oben schon erwähnten Gründen
wäre nicht mit einem feststellbaren Anstieg des Reiteraufkommens zu
rechnen, wenn man nicht explizit Werbung hierfür macht, was Sache der
Biosphärenreservateverwaltung oder anderer offizieller Stellen wäre.
Die Zahl der überregional mobilen Reiter ist sehr begrenzt.Ungünstig
ist stets der Verlauf auf Straßen - schon aus Gründen der Verkehrssicherheit
entstehen hier vermeidbare Risiken, und mit Erholung unverträgliche
Streßzustände für die Beteiligten. Die Hochrhönstraße
ist dazu auch schlicht zu schmal und schlecht gewartet, und zu stark mit Busverkehr
belastet!
Schwierigkeiten verursachen die Bohlenwege dicht neben dieser
Straße (Wanderwege) im Bereich "Schwarzes Moor" (etwa 100m auf
dem östlichen Weg, und 30m auf dem westlich verlaufenden) - sowie beim
Elsbach südl. Thüringer Haus (ca.30m) Bei den allfälligen
Ermeuerungen von Teilabschnitten sollte auf Tragkraft (500kg) geachtet
werden - i.A. sind Bohlenbreiten von 5cm ja auch vorhanden und ausreichend
für am Zügel geführte Pferde. Kleine Hinweisschilder "Bohlenweg
- Reiter absteigen", zusätzlich eventuell Umgehungen ausschildern
(hier entlang der Straße). Die Elsbachbrücke zwischen Thüringer
Hütte und Steinernem Haus war bei meiner letzten Begehung (2003)
stark baufällig und für Reiter nicht mehr passierbar. Eine
Umgehung von Brücken oder Bohlenwegen ist aus reiterlicher Sicht
zwar fast immer möglich, aber meist unerwünscht wegen Einsinkens
in morastigen Stellen oder Hufspuren im weichen Boden, und daher nur im
Notfall tolerabel. Daher sollten die Brücken und Stege entsprechend
belastbar sein. Ein meßbarer Mehraufwand beim Bau oder der Unterhaltung
wird nicht entstehen, da dem Material-Mehraufwand eine längere Haltbarkeit
gegenübersteht. Ein Bohlenweg im Bereich Elsbach machte bei meiner
letzten Begehung (2003) einen gegenüber der Vergangenheit (1980er
und 1990er Jahre) notbehelfsmäßig gewarteten Eindruck (mehrere
Bohlenschichten minderer Stärke übereinander). Dieselben Bohlen
von 1990, die schon damals alt waren, waren dreizehn Jahre später immer
noch vorhanden (ich habe Fotos davon gemacht)
.
Falls - was diese Verhältnisse vermuten lassen - die Mittel
für das Material knapp sind, trotzdem es durch die Reservatsverwaltung
bzw. Forstämter zu Selbstkosten gestellt wird - worüber ich
mir nicht sicher bin, was ich aber erwarten würde - und durch vorhandene
Arbeitskräfte ohne Zusatzkosten oder auch Freiwillige des Rhönklubs
etc. montiert wird, schlage ich vor in der Thringer Hütte und im Steinernen
Haus Sammelbüchsen aufzustellen, und entsprechende Hinweisschilder
im Gelände aufzustellen! Ich bin sicher die Reiter und andere häufige
Benutzer der Stege werden dies beachten, insbesondere wenn sie nicht aus
der Gegend sind und sich daher kaum durch eigene Mithilfe beteiligen können.
Solch besondere Infrastruktur an Wegen kann man schließlich nicht
zum Nulltarif erwarten!
Anregungen, Vorschläge und Kritik sehr ewünscht.
Bitte an Frank.Mechelhoff "at" gmx "dot" de
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Biosphärenreservat
Rhön und interessante Veröffentlichungen
*) Text auf den ca. 1993 aufgestellten Schildern im NSG "Lange
Rhön" - dieses hier steht vor einem geschotterten Wirtschaftsweg,
befahrbar für mind.10-Tonner :
"Naturschutzgebiet Lange Rhön -
Dieses Gebiet dient dem Schutz vieler vom Aussterben bedrohter Tiere und
Pflanzen. Durch rücksichtsvolles Verhalten können Sie mithelfen,
solche Lebensräume zu erhalten.
- Parken Sie nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen
- Befahren Sie nur die öffentlichen Straßen
- Bleiben Sie als Wanderer auf den markierten Wanderwegen
- Fahren Sie mit Skiern nur auf den markierten Loipen
- Führen Sie Ihren Hund an der Leine
Zuwiderhandlungen werden mit Geldbußen geahndet (Verordnung
über das Naturschutzgebiet Lange Rhön)
Landkreis Rhön-Grabfeld"
Das obere, rote Schild "Hier kein Wanderweg" - normalerweise
knallrot, dieses ist schon etwas verblichen - soll darauf hinweisen dass
dieser Weg durch gewöhnliche Sterbliche nicht betreten werden soll!
Es ist erstaunlich dass selbst schwerste moderne Traktoren aus den Nachbardörfern
diese Wege und Weiden befahren - es wird sogar "Zweiter Schnitt" gemacht
- kann man da noch von "extensiver Bewirtschaftung" sprechen wie sich das
für ein NSG geziemt ?? - aber Wandererfüße und Pferdehufe
schädlich sein sollen!
Die Rhöner scheint das nicht groß zu stören. Zwar
wird ihr Volkscharakter bisweilen als aufmüpfig beschrieben - aber das
Hochland gehörte jahrhundertlang der Herrschaft - und
die bestimmt die Regeln, die man schulterzuckend befolgt... daran hat sich
auch in demokratischen Zeiten wenig geändert.
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