Wanderreiten in der Hochrhön
Frank Mechelhoff
03. Juni 2005
(update 29. Dez. 2010)
Die Hohe Rhön, das Land der weiten Fernen, ist eine
der schönsten Landschaften Deutschlands und nimmt eine
Sonderstellung unter den Deutschen Mittelgebirgen ein. Ich bin hier
1988 das erste Mal geritten - im März 1990 das erste Mal durch die
Thüringische Rhön - damals noch DDR mit den neuerrichteten
Grenzübergangsstellen.
Seither fasziniert mich diese Landschaft und läst mich nicht mehr
los.
Die Hohe Rhön und Ihre Bedeutung für Fernwanderreiter
Wie viele Mittelgebirge ist die Rhön ein eher langgestreckter
Höhenzug mit einzelnen Kuppen, jedoch sind die Höhenlagen -
einmal erreicht - eher flach. Oft laufen die Wege auf Höhen von
900m Meereshöhe ohne wesentliche Steigungen dahin. Der Verlauf
orientiert sich vom Südwesten aus dem Sinntal (Burgsinn-Rieneck)
nach Nordosten ins Werratal (Vacha-Bad Salzungen) - Luftlinie 88
km.Trotz der Steigungen kommt man als Wanderer zu Fuß wie zu
Pferd auf dieser Linie bestens vorwärts und wird sie daher - zumal
der landschaftlichen Schönheit und der dünnen Besiedlung,
Abwesenheit von größeren
Verkehrsstraße, Industriezonen u.dergl. eventuell kürzeren
Routen im Osten oder Westen bevorzugen.
Auf der Achse Hammelburg-Eisenach ist sie die beste Verbindung. Mit
Anschlüssen über die Nachbargebirge kommen die
Richtungspunkte Aschaffenburg, Nürnberg, Mannheim, Frankfurt/M. im
Süden, und nördlicherseits Kassel, Gotha, Mühlhausen und
Göttingen in Betracht. Die Rhön-Übergänge und
Zwischenpunkte - als wichtigstes Fulda zu nennen - bespreche ich weiter
unten.
Aktuelle Bedeutung
Mit dem neuen Thüringer Forstgesetz wurden Reitwege in den
Gebieten der Thüringischen Rhön ausgewiesen die durch
Wald verlaufen und dem Wanderbedürfnis der Reittouristik Rechnung
tragen. Dieses geschah nicht zur Freude der Reiter, da sie es immer
vorziehen unreguliert ihre Wege selbst wählen zu können und
konfliktträchtigen Konzentrationen aus dem Weg zu gehen, war
jedoch notwendig geworden durch die Gesetzesänderung, die Reiten
und
Kutschfahren im Wald auf (auszuweisende) Reitwege
beschränken sollte. Auch wenn objektiv gesehen ("Pferdedichte" im
Verhältnis zur Landes- bzw. Waldfläche) hierfür keine
Notwendigkeit vorlag. Dennoch beteiligten sich Thüringer Reiter -
und auch solche aus benachbarten Bundesländern - mit Ihren
Vorschlägen an das ausführende Forstministerium bzw. den
lokalen Forstämtern. Das Ergebnis (Ausschilderung der Reitwege)
ist jetzt abgeschlossen und für die Reiter in etwa brauchbar.
In Hessen ist das Reiten seit jeher auf allen festen
Forstwegen über 2m per Landesgesetz gestattet und soll hier auch
gar nicht diskutiert werden.
Problemfall "Lange Rhön"
In Bayern ist das Reiten zwar weitestgehend erlaubt, jedoch
hat insbesondere der Landkreis Rhön-Grabfeld/ Bad Neustadt
restriktive Vorschriften erlassen für "sein Naturschutzgebiet
Lange Rhön" - ein nicht zu umgehender, 32,72 km²
großer Teil der Hochrhön im Dreiländereck bis an den
Heidelstein. Laut einer Verordnung dieses Landkreises von 2002 zum
NSG "Lange Rhön" ist hier angeblich das Reiten verboten. Auf
den an jeder Wegkreuzung
im und am NSG herumstehenden Schildern auf denen verbotene und erlaubte
Handlungen aufgezählt sind - dieeser Schilderwald ist einmalig
in Deutschen Naturschutzgebieten und stellt allein für sich eine
Landschaftsverschandelung dar! - ist das Reiten jedoch nicht als
verboten
erwähnt *). Da das Reiten nach der bayrischen Landesgesetzgebung
auch in Naturschutzgebieten auf Wegen generell nicht verboten ist -
auch nicht in Hessen oder Thüringen - und dafür objektiv auch
kein Grund vorhanden ist, ist es eher unwahrscheinlich dass Reiter von
weiter her diese Verordnung des Kreises kennen und befolgen -
wahrscheinlich
auch nicht die Einheimischen...
Rechtlich strittig
Außerdem ist deren Rechtsgültigkeit stark strittig, denn
ein genereller Ausschluß von Nutzergruppen wie der Reiter ist
nicht möglich. Zudem hat eine vorzusehende Beteiligung der
Betroffenen (Interessensverbände und Vereine) wahrscheinlich nicht
stattgefunden. Hinzu kommt das Problem zu klären, wer überhaupt
beteiligt
oder
betroffen
ist. Wie schon erwähnt ist die Hohe
Rhön ja gerade durch das Fehlen von Siedlungen gekennzeichnet, ist
altes "Transit-Land" und
hat als Wandergebiet eine weit mehr als regionale Bedeutung. Es
wäre also unzureichend, z.B. nur den Reitclub Rhön in Bad
Neustadt zu befragen - obwohl das sehr nette Leute sind. Eine
Wandertour von Bad Neustadt auf den Heidelstein setzt ein ganz gut
trainiertes Pferd voraus und ist eine Tagestour. Nur wenige der ohnehin
wenigen lokalen Reiter wären willens oder in der Lage solche
Touren (regelmäßig) auszuführen. Somit wäre alle
Reitvereine der Umgebung Fulda-Bad Kissingen-Meiningen, die
Kreisreiterverbände, sowie die VFD Hessen, Thüringen und
Bayern anzusprechen und um Vorschläge zu bitten, die dann
geprüft werden müssten. Ein hoher Aufwand, der am besten
vermieden werden sollte
- aber unumgänglich ist wenn 1.) Verbote ausgesprochen werden
sollen,
und 2.) sich an der (politisch motivierten) Reitwege-Rechtssituation
Thüringens
angeglichen werden soll.
Einbindung im Biosphärenreservat Rhön
Das NSG "Lange Rhön" hat durch seine Fläche (mit
Abstand größtes NSG Bayerns) eher den Charakterr eines Naturparks.
Einheitliche
Regelungen
zum
Natur- umd Umweltschutz innerhalb dieser
drei Bundesländer und etlicher Landkreise umfassenden Region
werden heute durch die Biosphärenreservatsverwaltung
gesetzt. Es ist nicht zweckmässig dass jede Körperschaft in
Detailfragen wie der Reiterei eigene Regelungen trifft die dann von den
benachbarten im Grenzland stark abweichen, nicht bekannt oder nicht
durchsetzungsfähig sind - Stichwort Akzeptanz! Es müssen
daher einheitliche Regelungen beschlossen werden, die zweckmässig
sind und nicht ausufern. Nirgendwo in der Rhön gibt
es Probleme mit Reitern, dazu gibt es davon dort viel zu wenige. Und es
sind
auch keine zu erwarten wenn Verbote gelockert werden die schon jetzt
weitgehend
mißachtet werden.
Die Lange Rhön ist mit Sicherheit besonders schutzwürdig. Sie
ist es aber nicht mehr als die Gegend um die Wasserkuppe oder
Milseburg, die Frankenheimer Rhön, die Hohe Löhr/ Geba, der
Pinzler/ Horbel, oder die Schwarzen Berge in Bayern. Das sind alles
Gebiete ohne Reitverbote. Auch wenn für manche altgedienten
Rhönklubmitglieder der Heidelstein das allerheiligste ist... aber
doch bitte kein "Naturschutz" durch Ausgrenzung anderer, oder??
Besonders dann wenn man von Ihnen eigentlich gar nichts weiß und
nur Vorurteile aufwärmt wie, das Reiter Wege zerstören usw.
Mit ihrem Blick von weiter oben sehen sie die Birkhühner (so
sie
tatsächlich
auf
den Wegen brüten sollten) sicher besser
als manch anderer...
Vorschlag für Nord-Süd-Verbindungen durch die Lange
Rhön
Zwei Nord-Süd-Verbindungen entsprechend der auch vorhandenen
Wanderwege, einen mehr am westlichen und einen mehr am östlichen
Rand des NSG verlaufend. Die geeignetsten Rastpunkte mit Verpflegung
finden sich auf der östlich gelegenen Route, deshalb ist diese -
trotz der dort vorhandenen größeren Schwierigkeiten mit
Bohlenwegen und Brücken - auch notwendig bzw. wirtschaftlich
erwünscht. Übergänge von der einen zur anderen Route
sind vorzusehen. Auch ist der Landschaftscharakter auf beiden Wegen
doch unterschiedlich und jeweils
einmailig.
Diese Grafik wurde mit dem sehr empfehlenswerten Programm VISOR des
Hessischen Landesvermessungsamtes erstellt - 1:25.000 und auf
1:200.000 verkleinert der besseren Übersicht wegen. Eine
Übertragung auf die üblichen Topografischen Karten 1:50.000
/Rhön Nord/
Hessen und Rhön Süd/ Bayern ergibt sich recht einfach.
Grundlagen
sind die vorhandenen Wanderwege (dort sind sie aber auch teilweise
nicht
topografisch genau eingetragen; daher bitte mit Vorbehalt betrachten!)
Anschlüsse und Übergänge
Für Reiter die nicht über die ganze Rhön wandern wollen,
oder Tagesritte. Sehr abhängig vom regionalen Bedarf über den
mir kaum Informationen vorliegen
Die Anschlüsse im Hessischen Bereich Wüstensachsen sind nicht
eingezeichnet, weil hier zum einen keine mir bekannten Verbote
vorhanden sind, zum anderen der Westliche Höhenweg am
äußersten Rand des NSG (und des Bundeslands Bayern)
verläuft und daher überall angeschlossen werden kann.
Fulda erreicht man am besten über den Antsanvia, Ortesweg oder "den
alten
Weg
aus
der Wederreiba in den Graffeldgau" : Wasserkuppe
-Abtsroda - Grabenhöfchen - Giebelrain- südl. Dietershausen
- Steinhauck - Fasanerie - Bronnzell mit Anschluß an alte
andere Hessische Altstraßen und Höhenwege. Wer hierzu
nähere Informationen sucht, der sei auf die Website des hessischen
Hobbyhistorikers und kundigen Altstraßenforschers Jochen
Heinke und seine Vetröffentlichungen verwiesen.
Nach Norden folgt man der Haupthöhe über Frankenheim zum
Ellenbogen, über verschiedene Wege nach Andenhausen, zum Baier und
ins Werra- oder Feldatal - oder über die Aschenhäuser
Seen (Erbsmühle) zur Hohen Geba und nach Meiningen bzw. zum Dolmar.
Im Süden erscheinen mir folgende Anschlüsse wesentlich:
- nach Bischofsheim buw. Unterweißenbrunn (Rothsee und Geiseiche)
- Rotes Moor und Anschluß an Schwedenwall (Fortsetzung des
Höhenwegs nach Süden, entweder über Himmeldunk -
Oberweißenbrunn oder Gibitzenhöhe - Frankenheim an den
Arnsberg
Nach Osten und Südosten:
(diese verlaufen nur ein kurzes Stück, wenn überhaupt, durchs
NSG Lange Rhön)
- nach Weisbach
- übers Steinerne Haus nach Oberelsbach
- über die Thüringer Hütte zur Gangolfsburg
- zur Rother Kuppe und nach Roth
- zum Hillenberg und nach Roth
- über Rüdenschwinden nach Fladungen
- über Leubach und Huflar zur Erlsmühle und weiter zum
Abtsberg nach Thüringen/ Parallelstecke zu Frankenheim - Ellenbogen
Verhaltenskodex für Reiter
- Jedem Reiter muß klar sein, wo er sich bewegt: In der
einzigartigen und geschützten Landschaft des Biosphärenreservats
Rhön. Es gibt sehr wenige Biosphärenreservate auf der
Erde. Reiten ist hier überhaupt nur möglich und
vertretenswert, weil es sich um eine alte Kulturlandschaft
handelt die ihr Gepräge durch jahrhundertelange Weide- und
Waldbewirtschaftung und als altes Transitland
erhielt, wozu auch das Pferd beigetragen hat
- Kein Lärmen, keine freilaufenden Hunde
- Vorrang für Fußgänger, insbesondere auf engen Wegen -
besondere Rücksichtnahme!
- Gruppen in Kolonnen zu Einem reiten
- Schritt reiten bei Begegnungen
- besondere Rücksicht nehmen auf ängstliche Leute, Tempo
verlangsamen, ggf. anhalten, informieren
- Sonn- und Feiertage nach Möglichkeit vermeiden. Das
gilt insbesondere für Gruppen von Reitern (mehr als 3-4). Viel
Verkehr mindert das Reitvergnügen. Dies gilt auch für
Regionen ohne Reitbeschränkungen wie rund um den Kreuzberg, oder
der Thüringer Rhön mit viel Aufkommen (hauptsächlich am
Ellenbogen und der Hohen
Geba)
- die Fußgänger auf dem "besseren" Wegstück gehen
lassen und nicht zum Ausweichen zwingen - selber ausweichen
- an den Bohlenwegen (kurze Abschnitte von jeweils 5-20m) absitzen und
führen. Pferde/ Reiter die diese nicht gewöhnt sind,
dürfen sie auch nicht benützen und müssen Umwege gehen.
Bei Nässe nicht mit glatten Eisen (ohne Vidiastifte) benutzen.
Nicht mit Stolleneisen benutzen.
- die übrigen Verhaltensvorschriften zum Wegegebot, der
Müllmitnahme, zum Verbot von Grillen und Feuermachen außer
an den dafür ausgewiesenen Stellen, dem Parken von Fahrzeugen etc.
gelten selbstverständlich auch für Reiter. Parkraum für
Zugfahrzeuge mit Pferdehängern nur an den großzügig
ausgelegten Parkplätzen wie Schornhecke und Schwarzes Moor wo auch
Busse parken können, soweit dies ohne Behinderung des
Wanderverkehrs möglich ist. Sämtliche "Hinterlassenschaften"
der Pferde sind an diesen Stellen mit Misträumern zu entfernen und
ins Gebüsch bzw.
so zu entsorgen dass sie keine Belästigung durch Geruch oder
Fliegen erzeugen und schnell verrotten.
- diese Regelungen gelten für Erholungssuchende/ Reisende zu
Pferde. Es kann nicht erwartet werden dass professionelle
Reitbetriebe, die vom Kunden ein Entgelt verlangen, ebenfalls
erwarten dürfen
uneingeschränkt und kostenfrei reiten zu dürfen ohne
Gegenleistung.
Zumal diese häufig immer die gleichen Wege benutzen (müssen)
und damit zwangsläufig auch stärker abnutzen.
Erforderliche Maßnahmen seitens der
Biosphärenreservatsverwaltung bzw. der Trägerschaften
für die Wege (Kreise, Gemeinden)
Weiterer Wegebau ist nicht erwünscht und auch nicht notwendig. Die
festen Fahrwege sind ohnehin schon derart geschottert wie das in einer
Region ohne intensive Land- und Forstwirtschaft (wie in einem besonders
geschützten Gebiet zu erwarten) absolut unüblich bzw.
unnötig ist. Reiter können sich die Wege sehr gut mit
Fußgängern teilen da sie meistens im ähnlichen Tempo
unterwegs sind, oder anpassungsfähig sind. Aus den oben schon
erwähnten Gründen wäre nicht mit einem feststellbaren
Anstieg des Reiteraufkommens zu rechnen, wenn man nicht explizit
Werbung hierfür macht, was Sache der
Biosphärenreservateverwaltung oder anderer offizieller Stellen
wäre.
Die Zahl der überregional mobilen Reiter ist sehr
begrenzt.Ungünstig ist stets der Verlauf auf Straßen - schon
aus Gründen der Verkehrssicherheit entstehen hier vermeidbare
Risiken, und mit Erholung unverträgliche Streßzustände
für die Beteiligten. Die Hochrhönstraße ist dazu auch
schlicht zu schmal und schlecht gewartet, und zu stark mit Busverkehr
belastet!
Schwierigkeiten verursachen die Bohlenwege dicht neben dieser
Straße (Wanderwege) im Bereich "Schwarzes Moor" (etwa 100m auf
dem östlichen Weg, und 30m auf dem westlich verlaufenden) - sowie
beim Elsbach südl. Thüringer Haus (ca.30m) Bei den
allfälligen Ermeuerungen von Teilabschnitten sollte auf Tragkraft
(500kg) geachtet werden - i.A. sind Bohlenbreiten von 5cm ja auch
vorhanden und ausreichend für am Zügel geführte Pferde.
Kleine Hinweisschilder "Bohlenweg - Reiter absteigen", zusätzlich
eventuell Umgehungen ausschildern (hier entlang der Straße). Die
Elsbachbrücke zwischen Thüringer Hütte und Steinernem
Haus war bei meiner letzten Begehung (2003) stark baufällig und
für Reiter nicht mehr passierbar (im Sept. 2010
wieder einwandfrei!). Eine
Umgehung von Brücken oder Bohlenwegen ist aus reiterlicher Sicht
zwar fast immer möglich, aber meist unerwünscht wegen
Einsinkens in morastigen Stellen oder Hufspuren im weichen Boden, und
daher nur im
Notfall tolerabel. Daher sollten die Brücken und Stege
entsprechend
belastbar sein. Ein meßbarer Mehraufwand beim Bau oder der
Unterhaltung
wird nicht entstehen, da dem Material-Mehraufwand eine längere
Haltbarkeit gegenübersteht. Ein Bohlenweg im Bereich Elsbach
machte bei meiner
letzten Begehung (2003; unverändert 2010)
einen
gegenüber
der
Vergangenheit (1980er
und 1990er Jahre) notbehelfsmäßig gewarteten Eindruck
(mehrere
Bohlenschichten minderer Stärke übereinander). Dieselben
Bohlen
von 1990, die schon damals alt waren, waren dreizehn Jahre später
immer
noch vorhanden

Falls - was diese Verhältnisse vermuten lassen - die Mittel
für das Material knapp sind, trotzdem es durch die
Reservatsverwaltung bzw. Forstämter zu Selbstkosten gestellt wird
- worüber ich mir nicht sicher bin, was ich aber erwarten
würde - und durch vorhandene Arbeitskräfte ohne Zusatzkosten
oder auch Freiwillige des Rhönklubs etc. montiert wird, schlage
ich vor in der Thringer Hütte und im Steinernen Haus Sammelbüchsen
aufzustellen, und entsprechende Hinweisschilder im Gelände
aufzustellen! Ich bin sicher die Reiter und andere häufige
Benutzer der Stege werden dies beachten, insbesondere wenn sie nicht
aus der Gegend sind und sich daher kaum durch eigene Mithilfe
beteiligen können. Solch besondere Infrastruktur an Wegen kann man
schließlich nicht
zum Nulltarif erwarten!
Anregungen, Vorschläge und Kritik sehr ewünscht. Bitte an
Frank.Mechelhoff "at" gmx "dot" de
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Biosphärenreservat
Rhön
und
interessante
Veröffentlichungen
*) Text auf den ca. 1993 aufgestellten Schildern im NSG "Lange
Rhön" - dieses hier steht vor einem geschotterten Wirtschaftsweg,
befahrbar für mind.10-Tonner :
"Naturschutzgebiet Lange Rhön -
Dieses Gebiet dient dem Schutz vieler vom Aussterben bedrohter Tiere
und
Pflanzen. Durch rücksichtsvolles Verhalten können Sie
mithelfen, solche Lebensräume zu erhalten.
- Parken Sie nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen
- Befahren Sie nur die öffentlichen Straßen
- Bleiben Sie als Wanderer auf den markierten Wanderwegen
- Fahren Sie mit Skiern nur auf den markierten Loipen
- Führen Sie Ihren Hund an der Leine
Zuwiderhandlungen werden mit Geldbußen geahndet (Verordnung
über das Naturschutzgebiet Lange Rhön)
Landkreis Rhön-Grabfeld"
Das obere, rote Schild "Hier kein Wanderweg" - normalerweise
knallrot, dieses ist schon etwas verblichen - soll darauf hinweisen
dass
dieser Weg durch gewöhnliche Sterbliche nicht betreten werden
soll!
Es ist erstaunlich dass selbst schwerste moderne Traktoren aus den
Nachbardörfern
diese Wege und Weiden befahren - es wird sogar "Zweiter Schnitt"
gemacht
- kann man da noch von "extensiver Bewirtschaftung" sprechen wie sich
das
für ein NSG geziemt ?? - aber Wandererfüße und
Pferdehufe
schädlich sein sollen!
Die Rhöner scheint das nicht groß zu stören.
Zwar
wird ihr Volkscharakter bisweilen als aufmüpfig beschrieben - aber
das
Hochland gehörte jahrhundertlang der Herrschaft -
und
die bestimmt die Regeln, die man schulterzuckend befolgt... daran hat
sich
auch in demokratischen Zeiten wenig geändert.
Bild vom Wanderweg an der
Elsbachbrücke, zwischen Steinernem Haus
und Thüringer Hütte
(Für den Jäger im Jeep gilt das Schild
selbstverständlich nicht; er braucht auch nicht die Schranke
aufschliessen sondern fährt einfach drum herum, siehe die Spuren
hinten..)

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