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TAUNUSREITER (c) Frank Mechelhoff 2005 - Kopien speichern nur zum privaten Gebrauch zulässig Verwendung der Bilder in eigenen Websites oder zu geschäftlichen Zwecken ohne meine schriftliche Genehmigung nicht gestattet Kontakt: Frank.Mechelhoff "at" gmx.de Neu auf der Seite 7. Juli 2006 |
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Warum nicht
mal einen Distanzritt veranstalten ? Es muß nicht immer
Dressur/ Springen sein Sie wollen einmal ein
"ganz anderes" Turnier veranstalten ? Sie suchen nach einer Ergänzung
zu den Disziplinen wie Dressur und Springen, die auch den Großteil der
Gelände-
und Freizeitreiter innerhalb Ihres Reitervereins oder Ihres Reiterhofs
anspricht ? Sie sind ambitionierter Geländereiter, kennen das Gelände
in der
Umgebung Ihres Reiterhofs in- und auswendig und haben auch einige
Reiterfreunde, die Ihnen bei der Organisation unter die Arme greifen
können ?
Aber vielleicht wollen Sie einfach nur eine Veranstaltung, bei denen
allen
Pferderassen, ob Großpferd, Araber, Gangartenpferd oder Pony gleiche
Chancen
haben und ohne Gefahr der Überforderung geritten werden können ? Oder
Sie
wollen die Eignung einer bestimmten Pferderasse für den wachsenden
Markt der
Freizeitreiter herausstellen ? Warum veranstalten Sie dann nicht mal
einen
Distanzritt ?? Distanzritte und -fahrten sind im
Unterschied zu Freizeitreiterturnieren wie Rallyes und
Orientierungsritte durch
die FN anerkannte Leistungsprüfungen und
Wettbewerbe und werden nach dem Reglement
des VDD (Verein Deutscher
Distanzreiter u. -Fahrer e.V) ausgetragen. Daneben sind Distanzritte
als
Hengstleistungsprüfung des Zuchtverbands für Arabische Pferde (VZAP)
anerkannt.
Es gibt Einführungsritte (ab 25 KM), kurze, mittlere und lange Ritte
(40-160
KM) bis hin zu Mehrtagesritten, Distanzfahrten, Markierte Ritte und
Kartenritte, Ride& Ties, daneben gibt es Seminare und
Fortbildungsveranstaltungen. Distanzreiten bietet für jeden etwas,
egal ob Sport-, Freizeit-, Gelände- oder Wanderreiter oder Besitzer von
Spezialpferderassen. Reiterlebnis und enge Verbundenheit mit dem Pferd,
Sport-
und Naturerlebnis und dazu die unvergleichliche Kameradschaft unter
Distanzreitern, die aus dem gemeinsamen Bewältigen einer gut
ausgesuchten
Geländestrecke erwächst. Zum Distanzreiter wird man durch
Erfahrung und Horsemanship. Aber wie wird man Distanzveranstalter
? Voraussetzungen Formal gibt es eigentlich keine
bedeutenden Voraussetzungen. Sie können als Verein oder Privatperson
veranstalten. Mitgliedschaft im VDD ist von Vorteil, aber nicht
Bedingung. Zu
rechtlichen Absicherung der Veranstalter ist zu sagen, daß der VDD für
alle
Distanzveranstaltungen eine Veranstalterhaftpflichtversicherung
abgeschlossen
hat. Gegebenenfalls besteht auch Versicherungsschutz über den
Landessportbund
(Reitervereine). Besorgen Sie sich ein VDD-Reglement (bei der
VDD-Geschäftsstelle) und lesen Sie es sich durch. Sie werden sehen, es
gibt bei
der Ausrichtung von Distanzveranstaltungen einen weiten
Gestaltungsspielraum.
Den gilt es zu nutzen. Besitzen Sie eine LPO ? Wenn nicht, dann
sollten Sie sich eine zulegen. Die allgemeinen Vorschriften der LPO,
die für
alle Wettbewerbe gelten, finden auch sinngemäß für Distanzritte
Anwendung. Der
VDD ist Anschlußverband der Deutschen
Reiterlichen Vereinigung (FN) und damit eingebunden in deren
Struktur. Im
übrigen sind die Voraussetzungen mehr praktischer Art: Gelände
und Strecke Distanzritte werden auf einer Geländestrecke
veranstaltet, soviel ist
klar. Künstliche Hindernisse und Hürden sind nicht erlaubt, wohl aber
natürliche Hindernisse wie Bachdurchquerungen, Steilhänge usw. (Diese
müssen
aber in angemessenem Abstand umgehbar sein). Das Geläuf
soll möglichst naturbelassen sein und den Pferdebeinen
zuliebe so wenig Asphalt- und Schotterwege enthalten wie möglich - und
natürlich landschaftlich reizvoll sein. Andererseits sind
Straßenüberquerungen,
Siedlungen u.ä. in unserem dichtbevölkerten Land manchmal unvermeidbar,
besonders wenn die Strecke auf ein ganz bestimmtes Ziel zuführt.
Sicherheit der
Reiter und Pferde ist oberstes Gebot. Erfüllt Ihre "Lieblingsstrecke"
diese Anforderungen ? Natürlich muß es
auch erlaubt sein, diese Strecke zu bereiten. In vielen
Gegenden herrschen strikte Reitbeschränkungen, die Sie kennen sollten.
Aber
auch da gibt es fast immer Möglichkeiten, mit den Verantwortlichen zu
sprechen
und sie davon zu überzeugen, daß Distanzreiter keine Umwelt-Rowdys
sind. Die
Inanspruchnahme der Wege durch die im Wettbewerb beteiligten Pferde
dürfte nur
selten über die "normale" Belastung durch die gewöhnliche Benutzung
hinausgehen. Eine Strecke mit möglichst logischem
Verlauf (keine oder wenige Schleifen) erleichtert sehr die Kontrolle,
ob auch
alle Reiter die Strecke vorschriftsmäßig benutzen. Lokale
Infrastruktur Fast immer werden Start- und Zielort
identisch sein. Haben sie nur eine kurze Strecke, veranstalten Sie eben
nur
einen kurzen Ritt, oder lassen Sie sie von den Teilnehmern zweimal
reiten (mehr
als zweimal kommt bei den Reitern nicht gut an). Auch eine Kombination
von
verschiedenen "Runden" ist möglich und oft reizvoll. Sehr beliebt bei
Reitern (und auch ihren Pferden) und von der Organisation
vergleichsweise
einfach sind die "Post-Ritte", wo Hin- und Rückstrecke identisch
sind. Am schwierigsten, und etwas für erfahrerene Veranstalter und
Reiter, sind
die Ritte "von A nach B" (Start- und Zielort nicht identisch). Natürlich muß es an Start und Ziel eine
gewisse "lokale Infrastruktur"
geben, namentlich ausreichend Platz für die Pferde, Graspaddocks,
Hänger und
Fahrzeuge. Auch an die Versorgung der Reiter, sanitäre Einrichtungen
u.ä.
sollte gedacht sein. Brauchen Sie zusätzlichen Platz, bitten Sie einen
Nachbarn
um Hilfe. Wenn er für Pferde etwas übrig haben, werden er Ihnen nichts
abschlagen. Haben Sie Angst vor einer "großen
wilden Horde" oder müssen Sie platzmäßig Rücksicht nehmen und können
nur
eine bestimmte Anzahl von Pferden verkraften ? Das kann ich gut
verstehen, mir
geht es bei unserer Veranstaltung ebenso. Die Lösung ist hier eine Teilnehmerbegrenzung (ab ca. 15-20
Reitern). Hier geht es dann nach dem Motto "Wer zuerst kommt (mit
seiner
Nennung), mahlt zuerst". Stops
und Pausen Bei jedem Distanzritt müssen drei Stops
oder Puls-Kontrollen auf der Strecke abgehalten
werden, eine vierte im
Ziel (bei Einführungsritten genügt eine weniger). Davon ist mindestens
eine als
Pause (30 Minuten oder länger)
vorzusehen. An diesen Stops kommen die Reiter in Gruppen oder kurzen
Abständen
je nach Verlauf des Rittes an. Beim Einlauf der Pferde ist die Zeit
sowie der
Puls zu messen, der nach 20 Minuten 64 Schläge/ Minute erreicht haben
muß (s.
weiter unten, P/A-Helfer). In der Regel werden die Betreuer der Reiter
diese
Punkte ansteuern, um die Pferde zu pflegen und die Reiter aufzumuntern. Es ist besonders wichtig, daß diese
Plätze gut ausgewählt werden. In erster Linie ist auf geeignete
Anfahrtsmöglichkeit und ausreichend Platz für Fahrzeuge (für Helfer und
Tierärzte, Pferdetransporter, Betreuungsfahrzeuge) zu achten. Der Platz
zur
Untersuchung der Pferde ist besonders zu kennzeichnen und freizuhalten.
Ein
fester Weg mit möglichst ebenem Belag (am besten Asphalt) muß zum
Vortraben der
Pferde vor dem Tierarzt vorhanden sein. Auch soll der Platz den Pferden Schutz
vor Sonne und Wind, Platz zum Ausruhen und Stallen und etwas Gras
bieten.
Bereitstellung von Tränkwasser ist
dagegen ein Muß ! Bei Regenwetter sind Hallen oder Gebäudevordächer
nicht zu
verachten. Möglichkeiten zum Anbinden sind wünschenswert. Versorgung
der Reiter
(heiße und kalte Getränke, Essen je nach Tageszeit) ist für eine
gutorganisierte
Veranstaltung eine Selbstverständlichkeit. Je mehr Ihr Stop-Platz diese
Ideal-Anforderungen erfüllt, desto besser und genauer können Ihre
Helfer und
Tierärzte hier arbeiten. Chaos und Unruhe an den Stops zu vermieden,
ist ein
wesentliches Element guter Organisation eines Distanzrittes ! Kontrollen
auf der Strecke Daneben kann es unangekündigte
Kontrollen auf der Strecke geben, bei denen die
Pferde nur Puls 72 (innerhalb von 10 Minuten) erreichen müssen. Bei den
Reitern
heißen sie "Radarfallen", weil sie zu schnelles Reiten stoppen
sollen. Größere Untersuchungen finden hier nicht statt.
Anfahrtsmöglichkeit ist
meist nur für Helfer (ggf. für Tierärzte) vorzusehen. Tränkwasser muß
aber
vorhanden sein. Auch unterwegs sollte die Strecke
überwacht werden, insbesondere an schwierigen, unklaren oder zum
"Abkürzen" reizenden Streckenabschnitten. Die Sicherung gefährlicher
Straßenübergänge wird auch empfohlen (für diesen Dienst lassen sich
evtl. Hilfsdienste
wie ASB, Malteser, THW o.a. gewinnen). Markierung Wollen Sie Ihre Strecke markieren
oder nach Karte reiten lassen ? Nach Markierung zu
reiten, ist für die
Reiter einfacher, aber das Ausbringen der Markierung ist ein
zusätzlicher
Aufwand für den Veranstalter. Mit welchem Material wollen Sie markieren
? Eine
der sichersten, weil von Dritten kaum veränderbare Art ist die
Kalkmarkierung.
Hierbei werden deutlich sichtbare Punkte aus gelöschtem Kalk
ausgebracht.
Nachteil: Mühsam auszubringen; zwingt den Reiter, ständig auf den Boden
zu
schauen. Sehr gut sind auch Markierungspfähle,
oder Kreppband (im Wald). Bedingt zu empfehlen sind Schilder (leicht zu
verändern!) und Plastikband. Farbe wäre an sich gut, ist aber meistens
verboten. Helfer Ohne ausreichende Zahl qualifizierter,
motivierter Helfer kein Distanzritt ! Zunächst ist eine Menge Arbeit im
Vorfeld der Veranstaltung zu erledigen, die auf einige Schultern
verteilt
werden sollte: Abreiten und Markieren der Strecke, Einholen der
Genehmigungen,
Erstellen der Ausschreibung, Rittsekretariat, Information der lokalen
Presse,
Herrichten von Start, Ziel und Stops, Erstellen von Rittkarten,
Checkkarten für
die Reiter, Teilnehmerlisten uvm. Wieviele Helfer Sie während des
eigentlichen Wettbewerbs brauchen, hängt von der Anzahl der Reiter,
aber auch
den Details der Veranstaltung ab. An jedem Stop brauchen Sie einen Stopleiter, der sich auskennt, den
Überblick behält und "die Sache im Griff" hat. Natürlich muß sich
jemand um Essen und Getränke kümmern, das unterscheidet Distanzreiten
nicht von
anderen Veranstaltungen. Ein Fahrer mit
Transporter sollte bereitstehen für ausgeschiedene Pferde und Notfallfahrten (vorher Bereitschaft der
nächsten Tierklinik sichern!). Hierzu gehört, daß der Fahrer oder einer
der
Tierärzte mittels Mobiltelefon oder Funk
erreichbar ist. Zum Pulsmessen der Pferde benötigen Sie P/A-Helfer (Abkürzung für Puls/Atem, sie
heißen immer noch so, obwohl die Atemwerte heute in der Regel nicht
mehr
gemessen werden). Deren Aufgabe ist es, die Pulswerte des Pferdes mit
Stethoskop und Uhr zu messen, in die Checkkarte einzutragen und ggf.
den
Tierarzt auf beginnende Zeichen von möglicher Überforderung des Pferdes
aufmerksam zu machen. Das ist alles keine Hexerei, ein routinierter
Geländereiter, gleich welchen Alters, kann es an einem Nachmittag
erlernen.
Fragen Sie erfahrene Distanzreiter, die Sie kennen, sie werden Ihnen
sicher
gerne helfen (wenn sie nicht selber mitreiten wollen). Besuchen Sie einen P/A-Helfer-Lehrgang
(sie werden in unregelmäßigen Abständen
veranstaltet, fragen Sie Ihren VDD-Regionalbeauftragten) oder, wenn Sie
mehrere
Leute in Ihrem Verein haben, die sich für diese Aufgabe interessieren,
fragen
Sie einen erfahrenen Veranstalter oder Distanz-Trainer. Er wird sicher
gern
einen Nachmittag opfern, um bei Ihnen einen Kurs zu geben. Tierärzte Die "wichtigsten Helfer" sind
die Tierärzte. Vorgeschrieben sind je
angefangene 30 Starter mindestens einen Tierarzt. Ihr Status ist ein
besonderer: Sie untersuchen alle teilnehmenden Pferde mehrmals während
des
Rittes (Voruntersuchung, mehrmals auf der Strecke, und
Nachuntersuchung) und
beurteilen dabei die Reittauglichkeit der Pferde. Ihre Aufgabe ist es, alle teilnehmenden
Pferde sorgfältig, fair, und nach bestem fachlichen Wissen zu
beurteilen. Wenn
Sie dabei zu dem Ergebnis kommen, das ein bestimmtes Pferd eine vor ihm
liegende Strecke (z.B. 20 KM bis zur nächsten Kontrolle) nicht schafft
ohne
Schaden zu nehmen oder Schmerzen zu erleiden (weil es z.B. eine leichte
Lahmheit zeigt), darf das Pferd den Ritt nicht fortsetzen, der Tierarzt
muß es
"aus dem Rennen nehmen". Die Entscheidungen der Tierärzte sind unanfechtbar. Es versteht sich von selbst, daß der
Veranstalter alles tun muß, um den Tierarzt in seiner schwierigen
Aufgabe und
seiner Unabhängigkeit zu
unterstützen. Das heißt, wenn Dritte versuchen, den Tierarzt zu
beeinflussen,
muß der Veranstalter dies untersagen. Auch soll er sich selber jeder
Beeinflussung des Tierarztes enthalten und eventuell aufkommende Kritik
an
Urteilen des Tierarztes durch Nörgler unterdrücken. Der Veranstalter
muß aber
auch alles tun, um mögliche Befangenheit
des Tierarztes auszuschließen. Natürlich darf er diese schwierige
Aufgabe nur Tierärzten übertragen, die sehr gute Pferdefachkenntnisse
und ein sicheres
Urteil haben (andere würden vielleicht Probleme haben, sich
gegenüber
erfahrenen Reitern durchzusetzen). Um dem abzuhelfen, gibt der VDD eine
Liste
erfahrener "Distanztierärzte" heraus (bei der VDD-Geschäftsstelle
erhältlich). Meist ist es sinnvoll, junge und erfahrene Tierärzte
zusammen
einzusetzen. Damit der Tierarzt zügig arbeiten kann,
benötigt er einen Schreiber, der alle Werte und Befunde in die
Checkkarten
einträgt. Wichtiger als eine schöne Schrift ist für den Tierarztschreiber
die Kenntnis der Checkkarten und der
tierärztlichen Terminologie. All diese Dinge müssen nicht etwa aus
Perfektionismus oder Pedanterie verlangt werden, sondern weil im
Interesse der
Gesundheit der teilnehmenden Pferde eine geordnete, faire und
fachkundige
tierärztliche Überwachung auf Distanzritten unverzichtbar ist. Finanzen Wenn Sie das nun alles gelesen haben,
können Sie vielleicht zu dem Schluß kommen, daß Distanzveranstaltungen
eine
Menge Geld kosten und der Vereinskasse nicht bringen. Nun, vielleicht
mag es in
der Tat leichtere Wege geben, um einen Reiterverein finanziell zu
konsolidieren. Aber es gibt nicht nur Ausgaben,
sondern auch Einnahmen: Die
Teilnehmer zahlen im Schnitt DM 1,20 pro KM der Strecke, d.h. für einen
50-KM-Ritt DM 60,-- an Nenn- und Startgeld. Bei 40 Teilnehmern ergibt
dies
immerhin schon DM 2.400,--. Davon gehen ab Tierarztkosten (Gebühr
ca. DM 300,-- bis 400,-- pro Tierarzt), Verpflegung und Getränke für
Reiter,
Ehrenpreise und Stallplaketten, Benzingeld für Helfer, dazu Kosten für
Markierungsmaterial und Karten, Genehmigungen, Gebühren von VDD und FN
(geringfügig). Ein Überschuß dürfte also leicht zu erwirtschaften sein. Hinzu können weitere Einnahmen kommen,
die nur von Ihrer eigenen kaufmännischen Tüchtigkeit abhängen: Für
Essen und
Getränke, auch für Zuschauer, eventuell lokale Sponsoren oder solche
aus dem
Reitsport usw. (Fernsehrechte sind halt leider noch selten beim
Distanzsport.) Großveranstaltungen rechnen natürlich in
anderen Dimensionen: Bei einer Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten
(160 KM
oder Zweitagesritt) liegen Ausgaben und Einnahmen im Bereich von DM
50.000,--
oder mehr, bei internationalen Meisterschaften noch wesentlich höher. Reich wird man also nicht als
Veranstalter. Aber genügt es nicht zu sagen, "die Sache rechnet
sich"? Machen wir, als Pferdeleute, das ganze nicht sowieso mehr oder
weniger aus Idealismus ? Kommen
wir ins "doing" Aller Anfang ist einfach. Sie haben eine
Idee für Ihren Ritt - es genügt nicht, einfach zu reiten, Sie müssen
eine Idee haben, die die Leute fesselt und
neugierig macht. Sie haben eine Strecke, aufgezeichnet und abgemessen
auf
Karten im Maßstab 1:25.000. Sie haben begeisterte Helfer, sowie einen
Start-
und Zielort. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem VDD-Regionalbeauftragten
(LK-Beauftragten)
auf, die auch für Fragen aller Art zuständig sind. Für das Bundesland
Hessen
kommen Sie zu mir. Entwerfen sie eine Ausschreibung
(vom VDD gibt es ein Formular hierzu). Der VDD bietet
auch Formulare mit Veranstalter-Tips und solche für Ritt-Tierärzte (zu
beziehen
bei der VDD-Geschäftsstelle). Lesen Sie das Reglement. Mitglied im VDD
zu sein,
ist für Veranstalter eine große Erleichterung. Kommen Sie zum jährlichen
Veranstaltertreffen. Hier gibt es wichtige Tips und Hinweise, werden
Veranstaltungstermine abgestimmt und reserviert, und neue Entwicklungen
werden
diskutiert. Oder gehen Sie zu einem Ritt, der schon seit Jahren
veranstaltet
wird, schauen sich um und holen sich Tips. (Ich habe den Aufsatz vor ca. 10 Jahren verfasst; veröffentlicht in UNSER PFERD - Zeitschrift des Hessischen Reit- und Fahrverbandes) |