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Neu April 2015 / Update Aug.2017

 


Der Wolf kommt wieder nach Deutschland

Auswirkungen auf Landwirtschaft und Pferdehaltung, Risiken für den Straßenverkehr und für Naturbesucher

Wolf bei Ankara (Wikipedia Commons Walterince Creative
      Commons Attribution 3.0 Unported license)

Wie schön, mit dem Wolf zieht wieder etwas mehr "Natur" in Deutschland ein, werden unsere Wälder wieder ein bißchen urspünglicher...!
Eigentlich richtig dass er jetzt zurückkommt, denn wir Menschen haben den Wolf ja vertrieben, oder?
Bestimmt ist er für unsere Nutztiere unschädlich, und wenn nicht, muß "man" die betroffenen Schafhalter halt entschädigen, oder sie müssen sich gefälligst ordentliche Wachhunde anschaffen.

Da kann doch niemand etwas dagegen haben, oder...?

Wenn Sie den Wolf herbeisehnen und drei dieser Fragen mit "Ja" beantwortet haben, erlaube ich mir mal ein paar Fragen
  1. Wo wohnen Sie? In der Stadt? Warum schaffen Sie sich nicht erst mal einen Hund an?

  2. Fahren Sie ein dickes Auto, oder haben Sie sonst Grund ein schlechtes Umweltgewissen zu haben? Oder fehlt Ihnen im Alltag bloß etwas  Natur? Dass irgendwo Wölfe herumlaufen wird daran nichts ändern.

  3. Und wie kommen Sie darauf, dass andere (nämlich auf dem Land) sich genauso über den Wolf freuen würden wie Sie?

  4. Haben Sie Kinder? Wenn ja, würden Sie sie im Park spielen lassen, wenn dort Wölfe herumstreunen?

  5. Haben Sie schon mal im Wald übernachtet? Würden Sie das noch tun (oder ihre Kinder dort übernachten lassen) wenn dort Wölfe herumstreunen? Sind Sie sich bewusst dass man seit 100-150 Jahren (nachdem Räuber und Wölfe aus ihm vertrieben wurden) im Wald "sicherer" schlafen kann als in der Großstadt?

  6. Arbeiten Sie für die Naturschutz-Branche und erhoffen sich vom Wolf gutbezahlte (wenn möglich pensionsberechtigte) Stellen, Einnahmen, oder Gutachteraufträge?

Der Wolf gehört zur Natur. Wir Menschen haben den Wolf aus Deutschland vertrieben. Okay, gebongt:

Wir haben aber auch Wisent, Auerochsen und Wildpferd aus der Natur vertrieben - alle drei friedlichere und in meinen Augen sympathischere Zeitgenossen als der Wolf. Warum wollen oder können wir diese nicht auch wieder unbegrenzt auswildern? -- Interessante Frage.
Ich versichere Ihnen aus guter Sachkenntnis: Zumindest die halbwegs robusten Rassen der Pferde könnten in Deutschland problemlos frei überleben, wenn man sie denn lassen würde. Es gibt überall Gras und Getreide. Sie würden im Winter nur dahin ziehen, wo kein allzu hoher Schnee liegt und sie noch Futter finden. Pferde sind sehr flexibel und beweglich und können mit wenig auskommen. Pro Pferd dürften nicht mehr als 5.000km pro Jahr zusammenkommen, dabei laufen Sie ab und zu mal über Straßen und Eisenbahnen. Das ist doch sicher kein Problem, oder? -- Was, Sie meinen, es wäre doch ein Problem?? Ja sind Sie denn ein Naturfeind?! Hej, Pferd und Auerochs gibt es seit zig Millionen von Jahren, die Menschen erst ein paar Hunderttausend. Sie waren also früher hier als wir... (und auch früher als der Wolf).
Was, Sie haben Angst dass einer davon Ihnen ins Auto läuft?? Was sind Sie doch für ein Schisser! - So ein bisschen persönliches Risiko muss Ihnen ein gutes Umweltgewissen doch wert sein. Die wichtigsten Straßen kann man doch einzäunen, und ziehende Großtiere damit zu speziellen Wildbrücken ableiten. Die Schweden leben doch auch mit ihren Elchen. Was, die meisten Schweden leben in Großstädten, wo nie Elche herumlaufen? Na dann bleiben Sie doch auch in Ihrer Stadt, wenn Sie so Angst haben! Das kann uns doch nicht hindern unser Paradies einzurichten...

Merken Sie was?

Noch nicht? Dann weiter:  Sie meinen, mit dem Wolf ginge es problemloser, weil er zu schlau ist um vors Auto zu laufen? Oder wenn doch, ist er wenigstens nicht so schwer, und verursacht weniger Personenschäden?

Ja, aber wenn er Vieh und Pferde aus den Koppeln treibt, und die dann vor's Auto laufen, was ist dann?
Was für Vieh und Pferde? Haben die Besitzer denn dafür keine Versicherung?
Nein die haben keine Versicherung gegen Wölfe. Außerdem hängen die vielleicht an ihren Tieren, und haben keine Lust, Gedärm zusammenzukehren (denn manchmal reißen Wölfe Tiere ja einfach so zum Vergnügen), bloß weil Sie fernab in der Stadt den Wolf so gern haben, höchstens im Fernsehen mal einen sehen, aber immer wegzappen wenn's blutig und unangenehm wird. Ein Fohlen kann leicht 2.000- 10.000,- Euro wert sein, und wenn es vom Wolf gerissen wird, ist das für seinen Besitzer nicht nur ein größerer Schaden, den keine Versicherung ersetzt, sondern vermutlich auch schmerzlicher als ein zerissenes Schaf, Kalb oder ähnliches "Nutztier". Was nicht heißt, dass ich solche Verluste für tolerabel halte.

Dem Schafhalter oder Bauern könnte man ja noch aufbürden spezielle Zäune, Wachhunde etc. anzuschaffen. Der kassiert schliesslich staatliche Subventionsgelder und hat demnach auch zu "spuren". Der Pferdehalter hingegen bekommt keine Subventionen, der hat nur Kosten. Bezüglich der Zäune muss er sie "hütesicher" halten, d.h. gegen ein zufälliges Ausbrechen der Weidetiere sichern. Er braucht sie nicht "wolfssicher" zu machen, d.h. sie gegen Eindringen wesentlich kleinerer Tiere zu sichern die noch dazu graben können. Das wäre unmöglich, schon durch den baulichen und damit finanziellen Aufwand, denn pro artgerecht gehaltenen Pferd muss man je nach Geländeform und Koppelanzahl etwa 1000-2000m Zaun bauen. Hochsicherheitszäune wären in der freien Natur weder ein erhebender Anblick, noch von den Naturschutz- und Bauvorschriften überhaupt zulässig. In vielen Gebieten sind nur mobile Elektrozäune möglich oder zulässig. Diese können keine über "Hütesicherheit" hinausgehende Anforderungen erfüllen.

Nur mal zur Info: In einer Gemeinde im Einzugsbereich von Frankfurt/M. sind auf landwirtschaftlichen Anlagen 1.500 Pferde untergebracht, damit erwirtschaften die betroffenen Betriebe im Jahr rd. 6-8 Mio € Einnahmen. Das ist die heute dominierende Form der Landwirtschaft, und Landnutzung in der Region. Wird auch noch weiter zunehmen, braucht weder Pesitizide (ist also "öko") noch Subventionen. 95% dieser Pferde kommen auch auf die Koppel. Falls Sie meinen es gäbe so etwas wie "wolfssichere Koppeln" dann haben Sie keine Ahnung. Der Wolf ist der Erbfeind des Pferdes
(Quadrupeden Test*). Um die Pferde zu erschrecken und in Panik zu versetzen braucht der Wolf nicht mal in die Koppel reinkommen.

Also, die 1.500 Pferde bleiben nur aus einem Grund auf ihren Koppeln: Weil sie sich da wohlfühlen. Wird der Wohlfühlfaktor negativ, weil sie sich eingesperrt und zugleich akut bedroht fühlen - und Pferde sind in dieser Beziehung leider ein bisschen empfindlich, das haben sie 60 Mio Jahre Evolution gelehrt - gibt es bloß noch einen Weg, den nach draußen! Zäune können in Panik geratene Pferde hiervon nicht abhalten, denn es gibt wenig was ein 400-800kg schweres Tier mit 40-60km/h aufhalten kann, außer vielleicht hohe massive Mauern! Und sie laufen vielleicht mal 10-15km, über 5-6 Straßen hinweg, einfach so zwischen Frühstück und Mittagessen. Bis sie an einen Platz kommen wo sie sich wieder angenehm fühlen, und meinen es ist Zeit den Frühsport zu beenden. So denkt und fühlt ein großer friedliebender Pflanzenfresser, der seit Jahrtausenden an der Seite des Menschen lebt, und dem man daher doch ebensoviel Verständnis entgegen bringen sollte wie dem Wolf.

Und nun zum Abschluss die Frage: Glauben Sie dass in der Gemeinde noch Berufsverkehr möglich wäre, wenn ein Teil dieser 1.500 Pferde ständig Anlass hätte in Panik zu geraten? Und was denken Sie, wieviele Autofahrer zusätzlich jährlich ums Leben kommen werden weil ihnen nachts Pferde ins Auto rennen?

Jetzt besser verstanden ?

Wie wehrhaft ist das Pferd?

Das große, gesunde und nicht zu alte Pferd ist stärker als der einzelne Wolf. -- Das Problem ist nur, dass es das nicht weiß, und mental so gestrickt ist, Ärger lieber großräumig aus dem Weg zu gehen. Vermutlich weil es das (nämlich ausweichen und laufen) so gut und mühelos kann.

Wenn das einzelne erwachsene Pferd stärker ist als der Wolf, gilt das kaum für Fohlen und Jährlinge. Für Rentnerpferde auch nicht. Und vor allem ist das Pferd nicht stärker als Wölfe die in Rudeln angreifen. In unseren Pferdegruppen gibt es kaum noch Hengste, die ihre Herden wirklich beschützen und verteidigen. Und Fohlen (die auch massiv von ihren Müttern verteidigt werden, wenn auch nicht immer erfolgreich) trennt man meist schon im jungen Alter von 4-6 Monaten von diesen.

Der Rest der Herde besteht heutzutage meist aus Wallachen (Eunuchen), größtenteils in einem Reitsystem geritten, das die Pferde zu rein passiven Befehlsempfängern degradiert, sie systematisch verunsichert und jede Initiative abtötet, und schon auf problemlose "Handhabbarkeit" durch schlechte und schwache Reiter anstatt Charakterfestigkeit gezüchtet. Das färbt natürlich auf das allgemeine Verhalten ab. Schlechte Aussichten um den Wolf zu stellen.

Aber auch so ist das Pferd ein unsicherer Kantonist, mit menschlichen Maßstäben gemessen: Zum Kampf stellt es sich nur in höchster Not, wenn in die Enge getrieben. Bevor es so weit kommt, wird es meist noch mehrere Zäune durchbrechen, selbst wenn diese so massiv sind, dass es sich dabei Verletzungen zuzieht von denen es sich nicht mehr erholen wird. Das Pferd muss schon in einer sehr verzweifelten Situation stecken, bis es Hufen und Zähnen mehr vertraut als seinen flinken Beinen.

Dass Wölfe Fohlen angreifen und sogar in einer intakten Herdenstruktur (mit Aufpasser-Hengsten) reißen können, hat mittlerweile auch der NABU gelernt. Zu dem Fall (7 gerissene Konik-Fohlen in Sachsen-Anhalt) wäre noch zu sagen, dass Konik- u.a. Kleinpferdefohlen weiter entwickelt zur Welt kommen, und viel schneller selbständig und flink werden als typische Voll- oder Warmblutfohlen, die in ihren ersten Lebensmonaten noch viel hilfloser sind...

Dass es Pferde gibt, die mitunter Hunde von Koppeln vertreiben, steht hierzu nicht im Widerspruch, und darf nicht im Verhalten verallgemeinert werden. Die weitgehende "Harmlosigkeit" von Hunden (obwohl Pferde von Hunden schon aus der Koppel und auf Straßen gescheucht wurden) ist bei Pferden erlerntes Verhaltensschema. Bei der Flucht vor Wölfen handelt es sich um (ursprüngliches) Instinktverhalten. Spätestens wenn sie von mehreren Wölfen angegriffen werden, wird dieses unweigerlich durchschlagen.

Es ist in letzter Zeit vorgekommen, was ich bis vor kurzem nicht für möglich gehalten hätte, dass einzelne Wölfe gesunde und große Pferde angefallen, oder Reiter im Gelände verfolgt haben. Was sie dann erst machen, wenn sie in hungrigen Rudeln auftauchen, ziehe ich vor, lieber gar nicht erst erleben zu wollen.

Sehen Sie dazu dieses schwedische Facebook-Video, das eine Elchmutter mit ihrem Fohlen zeigt, die beim Aufsuchen einer Salzleckstelle im Wald von zunächst einem, dann zwei Wölfen angefallen werden. Der erwachsene Elch ist, dem einzelnen Wolf gegenüber, ebenfalls ein wehrhaftes Tier. Ein Pferdefohlen ist nicht weniger hilflos, als dieses Elchfohlen. Egal ob es sich um Elche, Hirsche oder Pferde handelt, und auch wenn es Jäger gibt, die nicht gleich mit der ersten Kugel tödlich treffen, möchte ich solche Bilder in unserer Natur nicht sehen..! (Achtung, nichts für schwache Nerven)

Wo Wölfe im Wald leben und einen starken Jagddruck ausüben, versucht das Wild Berichten zufolge sich unsichtbar zu machen, drückt sich in der Nähe menschlicher Ansiedlungen und sogar Stallungen herum, und es wird still im Wald..!


Wildschwein und Wolf, und andere Äpfel-und-Birnen-Geschichten...

Jetzt gibt es Leute, die erzählen, dass sie schon einmal einem *Wildschwein* im Wald begegnet sind, und das sehr gefährlich war. Wow! Und weil sie das überlebt haben, wird der Wolf wohl nicht gefährlicher sein. (Oder doch?)
Herrgott, schmeiß Hirn vom Himmel - oder lass diese Leute einmal dasselbe oder ein ähnliches Erlebnis mit einem Wolf haben. Danach haben sie bestimmt zu dem ganzen Thema eine andere Meinung....
- Ich bin zu Pferd wohl mehr als ein Dutzend Mal Wildschweinen begegnet. Dabei ergab sich nicht eine Gelegenheit Heldentaten zu vollbringen. Nicht eins hat mich verfolgt. Ich habe nie gehört oder gelesen dass ein Wildschwein einen anderen Menschen verfolgt, ein Kind oder ein Weidetier angefallen hätte. Um als Mensch von einem Wildschwein angegriffen zu werden, muss man sich ausgesprochen dämlich und instinktwidrig verhalten (z.B. Frischlinge herumjagen wenn die Muttersau hinter dem nächsten Baum steht). Mit vorsichtigem, zurückhaltenden Verhalten kommt man nie je in eine gefährliche Situation mit einem Wildschwein. Dasselbe lässt sich für Begegnungen mit Wölfen leider nicht sagen!
Ja Wildschweine fressen auch manchmal Fleisch. Sie haben wie der Wolf vier Beine und ein Fell. Ganz im Ernst: Wer den Vergleich von Wölfen mit Wildschweinen bemüht, hat die grundsätzlichen Unterschiede dieser beiden Tierarten noch nicht verstanden, und sollte sich mal an neutraler Stelle (nicht bei Pro-Wolf& Co, sondern in einem Biologiebuch für die 5.-7. Klasse, am besten aus der Zeit bevor sie hier heimisch wurden) gründlich informieren, bevor er den Mund aufmacht, oder bei Facebook in die Tasten kloppt.
Noch idiotischer sind natürlich die Vergleiche mit den Risiken des Straßenverkehrs.


Monitoring - bloß eine Fiktion

Wenn man die Frage klären will "Was passiert wenn der Wolf bei uns wieder heimisch wird?" ist eigentlich ein öffentlich verfolgbares Monitoring von Wolfsangriffen auf Nutztiere und ähnliche Vorfälle Grundvoraussetzung. Leider ist so etwas erst in Ansätzen etabliert. Ich würde hier gern einen empfehlenswerten Link posten, doch es gibt keinen. Generell gilt das "Prinzip Hoffnung" - der Wolf tut schon nix, und wenn doch ist der Mensch Schuld - und ein Monitoring wird zum Zwecke der PR-Arbeit für den Wolf und die eigene Organisation lediglich vorgetäuscht.

Entschädigung - aber bitte für alle

Zum Monitoring  gehört natürlich auch eine lückenlose Erfassung der direkten und indirekten Schäden die der Wolf verursacht, und entsprechende Entschädigungszahlungen aus einem staatlichen Fond. Denn nur so könnnen wir erfahren was der Wolf uns kostet, und wieviele Wölfe wir uns überhaupt leisten wollen. Doch auch das will man lieber nicht haben, oder ausrechnen. Im Moment erhalten nur die diejenigen eine Entschädigung, die am wenigsten darauf angewiesen, aber interessenpolitisch am besten vertreten sind, nämlich Profilandwirte und Massentierhalter.
Extensive Weidehaltung betreiben aber in erster Linie Hobbylandwirte und -tierhalter. Die will man nicht entschädigen.
Das heisst doch nichts anderes als: Man will sich den Wolf zwar leisten, kann ihn sich aber nicht leisten - oder die Kosten sollen gefälligst die Betroffenen tragen. Na besten Dank!!

Die Interessen der Jäger

Jäger haben naturgemäß eher wenig Freude am Wolf, und halten sich für die besseren Wildregulierer. Die Mängel in der Wildschweinbejagung machen aber derzeit mehr als deutlich, dass man von den Jägern kaum erwarten könnte zusätzlich noch den Wolfsbestand knapp zu halten, gesetzt den Fall man würde den Wolf zu jagdbaren Wild erklären (derzeit steht er unter Schutz).
Jagdpachten sind immer auch wesentliche Einnahmequellen von staatlichen oder gemeindlichen Waldbesitzern. Wieviel Pacht wird der Jäger noch zahlen wollen, wenn ihm der Wolf das ganze Wild im Revier scheu oder kaputt macht, und er ihn nicht schießen darf? Die Einnahmen aus der Jagdpacht für Staats- oder Gemeindewald, die dem Staats- oder Gemeindesäckel zugute kommen, werden umso stärker sinken, je mehr Wölfe es gibt. Dazu braucht es keine Statistiken, das ist einfach das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Ist uns das der Wolf wert? Von wo wollen wir das fehlende Geld herholen? Ein paar Stellen im Kindergarten oder in den Schulen sparen wegen dem Wolf?

Die Jäger haben sich in der Wolfsdebatte bislang sehr klug verhalten, d.h. sehr weitgehend zurückgehalten. Damit haben sie vermieden, in der öffentlichen Debatte den Eindruck zu erwecken, nur an Wolfstrophäen interessiert zu sein, was natürlich sofort geargwöhnt worden wäre wenn sie sich vorschnell zu Wort gemeldet hätten. Nun ist, insbesondere in Niedersachsen, das Kind in den Brunnen gefallen. Naturschutzverbände und Politik haben das Projekt "Auswilderung des Wolfes" gründlich vergeigt: Die einen durch unverantwortliche Naivität und Propaganda, die anderen durch Schleifenlassen und Nichtstun. Die Jagdvertreter sind jetzt in der angenehmen Situation, dass sie bloss noch eine Weile still halten müssen. Dann wird die Politik an sie herantreten und sie "bitten" sich des Problems anzunehmen. Ich bin gespannt, welche Forderungen sie im Gegenzug dafür durchsetzen werden. Ich hoffe es werden solche sein, von denen auch die Allgemeinheit etwas hat...


Zusammenfassung

Ich kann verstehen wenn Leute aus dem Naturschutz-Business (wie ich es an dieser Stelle leider nennen muss) Wölfe hier ansiedeln wollen, und dafür einen großen Presse- und PR-Rummel veranstalten. Denen geht es letztlich um Stellen und Kohle.
Das ist legitim -- doch nicht legitim ist es, dafür das Märchen vom "menschenscheuen Wolf" zu verbreiten. Das ist ebenso unverantwortlich und fahrlässig, wie mit dem Wolf als süßem Kuscheltier zu werben. Dies kann Menschenleben kosten, und die Verantwortlichen werden dafür zur Rechenschaft gezogen werden. An Warnungen fehlt es nun mittlerweile wirklich nicht mehr.

"Menschenscheue Wölfe" gibt es ebenso viel oder ebenso wenig wie "angriffslustige Wölfe". Wölfe sind intelligent, flexibel, lernfähig, und im hohen Maß individuelle Persönlichkeiten, wie man das von ihren nächsten Verwandten, den Hunden, ja auch kennt. Sie können mal so, mal so sein. Menschenscheu ist eine der Facetten ihres arttypischen Verhaltens. Sie zeigen es, solange sie jung sind, neu in einem bestimmten Gebiet, verschüchtert, nicht zu zahlreich, satt, und nicht angefüttert. -- Je weniger sie all dies sind, desto mehr lässt ihre Scheu nach, und sie legen zunehmend ein Verhalten an den Tag, das aus Menschensicht dreist und gefährlich ist. Die Zeit wo die meisten Wölfe sich als Neusiedler menschenscheu verhalten haben, nähert sich abbsehbar ihrem Ende. Dies zeigen alle Berichte und Fakten. (Link: Der deutsche Verhaltens-, Wolfsforscher und Lorenz-Schüler Erik Zimen zum Wolfsverhalten und zu den Chancen seiner Wieder-Ausbreitung in Europa/1980)

Die wichtigsten Motive, die unsere Haltung zu bestimmten Fragen bestimmen, sind immer die persönlichen. Ich bin Pferdehalter, mein Interesse ist denen der Wolfs-Freunde zwangsläufig zu 100% entgegengesetzt. Mir ist die Sicherheit meiner Pferde wichtig. Meine Pferde waren "früher da", und ich sehe nicht ein, mit ihnen für den Wolf das Feld zu räumen. Ich möchte auch nicht, dass Kinder wieder Angst haben müssen im Wald vor "Wölfen und wilden Tieren", oder dass Eltern Angst haben müssen wenn Kinder Holz für ein Lagerfeuer sammeln. Oder ihnen das Märchen vom Rotkäppchen erzählen damit sie im Wald "auf dem festen Weg bleiben"... Ein Kind verschwindet im Wald und taucht nicht wieder auf, wie vom Erdboden verschluckt. Und zufällig hat man in der Gegend vorher Wölfe gesehen. Früher, da hat man eben ein neues Kind gemacht. Ich möchte diese Zeiten nicht zurück haben. Mich machen solche Geschichten fassungslos und wütend.

Daneben gibt es die politischen Motive. Wie oben gezeigt wurde, wird das Zulassen unkontrollierter Wiederbesiedlung Deutschlands mit Wolfsrudeln hohe Schäden anrichten, wird Tier- und Menschenleben kosten, werden wir Almen, Heide, Streuobst- und Magerrasenwiesen nicht mehr erhalten können, also Flächen um die sich auch nur eine geringe Minderheit der Landwirte kümmern. Am Ende wird auch der Waldkindergarten weichen müssen - in einigen Gebieten Niedersachsens ist es bereits jetzt soweit...

Schutz eigener Tiere gegen Wolfsangriffe

Ein Tierhalter braucht Angriffe von wilden Tieren, seien sie auch durch Gesetze geschützt, auf seine eigenen Tiere nicht tatenlos hinzunehmen, auch wenn oft etwas anderes behauptet wird. Zwar ist das vorsätzliche Töten eines Wolfs eine Straftat, und ebenso die Jagd auf den Wolf. Wer einen Wolf tötet, um das Leben seiner Tiere, seiner Familienmitglieder, oder sein eigenes vor einem Angriff zu schützen, handelt indes nicht vorsätzlich, sondern in Abwehr eines Notstands (§34 StGB). Und das ist (immer noch) straffrei. Hierbei greift man zu den Mitteln, die man spontan zur Hand hat (oder in Wolfsgebieten wo solche Angriffe zu erwarten sind, vorsorglich sich zugelegt hat). Bevor man den Wolf tötet, muss man versucht haben ihn durch andere Mittel zu verjagen. (Link: Rechtsgutachten zum Thema: Was hier über den Jagdhund gesagt wird, gilt auch 1:1 fürs Pferd ). Mit einem Pfefferspray sollte freilich niemand versuchen ein Wolfsrudel aufzuhalten, das käme Selbstmord gleich. Es gibt bessere Mittel, die mit ein wenig Übung über geeignete Distanzen mit der erforderlichen Durchschlagskraft treffen, ohne dabei Schußwaffen im Sinne des Waffenrechts zu sein.

"Ja, freust Du Dich denn nicht über den Wolf?"

Ich persönlich bemühe mich um ein Leben mit der Natur im Ausgleich, und habe nicht das Bedürfnis nach "mehr Wildnis" um mich herum. Ich freue mich über jedes Grün, aber bekämpfe die Brombeeren in meinem Garten, und die Ginster- und Weißdornsträucher auf meinen Pferdekoppeln (nicht mit Gift sondern per Hand), sobald sie überhand nehmen und andere Pflanzen ersticken. Ich glaube, dass der Mensch auf diesem Planeten diese Verantwortung sich angeeignet hat; ob zu Recht oder nicht : Nun muß er sie auch wahrnehmen. Der Rückweg in einen natürlichen Urzustand ist ihm auf immer verwehrt.
Ein Wolf ist ein faszinierender Anblick und ein schönes Tier, aber ganze Wolfsrudel haben für mich persönlich denselben apokalyptischen Reiz wie eine langsam verrottende technische Infrastruktur. Auch die kann man sich ja schön reden, wenn das Geld fehlt sie zu erhalten : Geht der Mensch, kommt halt irgendwann auch der Wolf wieder. Das ist weder Grund zum Jubel noch wirklich überraschend.
Weit mehr als über den Wolf (und sogar mehr als über den Wald, der getreu einem alten Spottvers, auch von ganz allein, ohne Zutun der Förster wächst) freue ich mich über, ständig vom Zuwachsen durch den Wald bedrohte, Magerrasen-, Streuobstwiesen-, Heide- und Hochweideflächen, hinter deren Pflege und Erhaltung Arbeit steckt -- eine Arbeit die nicht mehr zu leisten ist wenn der Wolf da ist. Unsere Kulturlandschaft wird dann wirklich um einige Facetten ärmer sein.

Den Interessenvertretern von Reitern und Landwirtschaft empfehle ich, langsam aufzuwachen.

Überlegen Sie bitte, was Sie für eine Meinung zu dem Thema haben wollen.
Und wenn Sie das Umweltgewissen plagt: Verkaufen Sie vielleicht besser Ihren Spritfresser, oder schaffen sich ein E-Auto an. Oder den besten Freund des Menschen, einen Hund...


MEINUNG

Mich deucht, viele Wolfsfreunde leiden an einer "Selbstsuggestion", glauben selber an die von ihnen verbreitete Mär vom "scheuen Wolf", und kapseln sich regelrecht ab von allen aus der Realität hereinströmenden Berichten die dies klar widerlegen. Die Wolfs-Fanatiker sehen nur den Wolf. Sie übersehen, dass der Wolf in seinem Jagdverhalten nichts zur Artenvielfalt beiträgt, im Gegenteil. Sie haben eine sehr vereinfachte Sicht auf die Natur, und glauben, alles was nicht Stadt ist, könnten sie wieder zu "Wildnis" machen. Manche sehen Pflanzen und denken, die seien wild entstanden. Dass diese Pflanzen dort nur noch stehen weil 1x im Jahr die Schafherde durchzieht, und ohne den Schäfer dort in 30 Jahren undurchdringliches Dorngestrüpp stünde, wo sie dann auch mit ihrem Hund nicht mehr spazieren gehen könnten, dafür fehlt ihnen das Verständnis und der Blick.

Erst wir Menschen entscheiden, was wir für schön und bewahrenswert halten. Wir können aus dieser Rolle überhaupt nicht aussteigen. Die Natur entwickelt sich in der kurzen Zeitspanne eines Menschenlebens nicht automatisch zu einer artenreichen Welt. Es ist ihr egal, ob ein, oder tausend Quadratkilometer Erdoberfläche artenreich und vielgestaltig, oder artenarm und monoton ist. Sie kommt mit beidem gleich zurecht. Wir Menschen entscheiden und steuern, was wir dort haben wollen. Oder anders ausgedrückt: Es ist in unsere Verantwortung gelegt. Und unsere vorrangigste Aufgabe, noch etwas stärker formuliert: unser wichtigster Auftrag lautet, die Schöpfung, die Natur zu
bewahren. Damit kann doch nur gemeint sein: So wie sie ist. Wir können aus der Natur doch kein Wolfs-Disneyland machen.

Das größte Hindernis scheint mir nicht Ignoranz der Wolfsfreunde, sondern dahinter steckende menschenfeindliche Ideologie zu sein. Man will dem Wolf den Vorrang vor menschlichen Interessen einräumen, sogar vor Kindern die ohne Angst im Wald hinterm Dorfrand spielen wollen. Wahrscheinlich können sie sich nicht mehr erinnern wie es ist, als Kind im Wald zu spielen, oder haben es vielleicht auch nie erlebt. Der Mensch hat zu weichen, "das ist eigentlich Wolfsland". "Der Wolf war früher da" -- Und was, oder wer war vor dem Wolf da? - Wie kann der Mensch als Hüter und Wächter der Schöpfung seine Rolle abgeben wollen? Ein solches Denken resultiert aus einem schlechten Selbstbild. Vor 1-2 Jahrzehnten war der Wolf nur Symboltier von gewissen gesellschaftlichen Randgruppen. Warum verabsolutieren ihn plötzlich soviele? Da läuft doch etwas auf hoher Ebene ganz schlimm schief.

D
er Wolf, für sich betrachtet, ist ein schönes Tier. Der von ihm ausgehende Reiz wird von "Pro-Wolf"-Gruppen und Websites auch weidlich ausgenutzt. Der Wolf lässt sich vom Menschen als Symbol freier und unabhängiger Lebensweise deuten. Wahrscheinlich wird die Sehnsucht ihn so zu sehen umso stärker, je weniger wir selbst uns in der Lage sehen ein entsprechendes Leben zu führen. Der Wolf, vereinnahmt als Projektionsobjekt für unerfüllte Träume, als Mode-Tier und cooler Avatar. Unsere Vorfahren in der Waldgesellschaft, Jäger wie er, sahen ihn als Bruder. Das ist in der mythischen Weltsicht der Jäger und Sammler völlig okay. Ihn heute, wo wir fast alle nicht mehr jagen, derart zu idealisieren ist derselbe Anthropozentrismus, wie ihn als "Schädling" ausrotten zu wollen, bloß von der anderen Seite betrachtet. So erklären sich ja auch die direkten Frontverläufe der Diskussion. Wolfs-Fanatiker sind fast immer auch Jagd-Hasser. Doch eigentlich ist der Wolf nur ein intelligenter selbstbewusster Jäger, der sich je nach Gelegenheit seine Beute sucht, und sich nicht auf den Wald beschränken lässt.

Was mich persönlich erschreckt, ist die durch Äußerugen bei Facebook&Co zutage tretende völlige Gefühllosigkeit mancher dieser "Wolfsfreunde", gegenüber dem Leiden von Tieren, die sich der Wolf - selbst ganz schuldfrei - zur Beute ausgesucht hat. Gegenüber dem Schmerz, den ihre Besitzer bei ihrem Verlust fühlen müssen, selbst wenn es sich "nur" um Nutztiere handelt (die sich nicht wehren oder weit genug weglaufen können). Ihre Ignoranz und ihr brutaler, rücksichtsloser, auf die Spitze getriebener Darwinismus, für den Charles Darwin sich vermutlich schämen würde. Und das von Leuten, die in einer Zivilisation komfortabel überleben, deren Technik sie nicht verstehen, geborgte Kraft für die eigene haltend, aber allein in der Waldlandschaft ausgesetzt, vermutlich binnen einer Woche jämmerlich verenden würden. Wieviel Naivität, wieviel Selbstüberschätzung gehört dazu, wenn so jemand dem "Überleben der Stärksten" das Wort redet? Es macht doch gerade den Wert unserer Gesellschaft und Zivilisation aus, den primitiven Überlebenskampf überwunden zu haben, und ist für mich Ausdruck einer immer rücksichtsloser, roher, egoistischer, naiver und dümmer werdenden Gesellschaft - Ausdruck dessen, was Siegmund Freud
Todestrieb nannte, dessen Existenz ich früher anzweifelte, weil er mir in Unkenntnis des Polaritätsprinzips widersinnig vorkam, und eine Gesellschaft optimistischer, humaner Grundüberzeugungen vor 30-40 Jahren ihm keinen Raum gab. Heute tritt er offen auf, gilt als cool und chic. Wenn wir ihm noch mehr Raum geben, so steuern wir unsere Gesellschaft dem Untergang entgegen, wie in der menschlichen Geschichte schon mehrfach vorgekommen. Der Wolf ist perfekter Ausdruck dieses Todestriebs. Nun denn, ¡Viva la muerte!, überlassen wir dem Wolf das Feld, diesem schönen, starken, lebensbejahenden Tier - machen wir uns selbst überflüssig! Wir haben diesen Planeten an vielen Stellen kaputt gewirtschaftet, nun lasst uns gemeinsam von ihm verschwinden. - So denken offenbar viele, und wenn sie nicht soviel Macht zur Verwirklichung hätten, und mit solcher Todesenergie daran arbeiten würden, re mein Gefühl dafür vielleicht das des Mitleids.

Meine Einstellung ist dem entgegengesetzt:
Wir haben nicht nur den Wolf,
auf den wir den Blick richten müssen. Und nicht allein den Wald. Wir wollen auch die naturnahen Ökosysteme von Hochweide, Heide, Almen und anderen Grenzregionen zum Wald erhalten - Die Erde ist an dieser Stelle noch so schön, wie Gott sie erschaffen hat, und deswegen auch erhaltenswert, man muss sich nur die Mühe machen einmal hinzugehen und hinzusehen:
Weil sie vielgestaltige, artenreiche Lebensräume sind.
Weil wir sie als schön empfinden, weil wir uns hier erholen und uns zur Freizeit bewegen, zu Fuß, mit dem Rad, oder zu Pferd.
Weil sie das Paradies der Bienen sind, der vielleicht wichtigsten (und dabei stillsten)Tiere auf diesem Planeten.
Weil hier noch andere Tiere leben, die zwar auch für uns sterben, aber vorher wenigstens artgerecht leben dürfen.
W
eil Landwirte hier hochwertigste Lebensmittel produzieren, auf die wir nicht verzichten wollen, das Rückgrat einer Wirtschaft in Regionen ohne viel Industrie und Gewerbe sind, auf die man nicht verzichten kann, ohne die Menschen zu Unterstützungsempfängern zu machen und ihren Selbstwert zu mindern.
Wir haben als Mensch gegenüber diesen Ökosystemen die Verantwortung, und diese wiegt schwerer als die Verantwortung für eine einzelne Tierart, besonders eine solche die ja eigentlich gar nicht wirklich vom Aussterben bedroht ist, die hier seit 150 Jahren nicht mehr heimisch ist, mag sie schön sein, faszinierend, Avatar der Freiheit, oder was sonst noch alles. Das zwingt uns, das Wolfsvorkommen strikt zu regulieren, also im Prinzip jeden Wolf zu töten der sich an einem Nutztier vergreift.

Dem Wolf klarzumachen dass
wir der Boss sind, homo sapiens.

Nicht weil wir "alles beherrschen wollen", nicht weil wir so gerne jagen (ich bin kein Jäger, und ich kenne keinen Jäger der gern tötet), sondern aus Verantwortung der ganzen Schöpfung gegenüber. Weil uns nichts anderes übrig bleibt, als das
"sapiens" im homo sapiens erst zu nehmen -- oder wirklich von diesem Planeten zu verschwinden: der vernunftbegabte Mensch.


Weiter: Wolf, Wald und Mensch
Weiter: Der Wolf und seine politische Symbolik
Weiter: Ist der Wolf für den Menschen gefährlich? (Was würde Wolfsforscher Erik Zimen heute zum Bohei um den Wolf sagen?)
Weiter: Der Wolf, das "Restrisiko", und der Rotkäppchen-Vorwurf


Wolfsgebiet

Studien
Prof. Pfannstiel (2017): Wölfe in Deutschland sind keine eigenständige Population (Gutachten)
Freilebende Pferde in Galizien sind Hauptnahrungsquelle für Wölfe (englisch)
Valerius Geist: Lassen sich Großraubtiere in bewohnter Kulturlandschaft halten? (2014)
Valerius Geist: Der Ursprung des Mythos vom "harmlosen Wolf" (2014)
Valerius Geist: Plädoyer für den "echten" Wolf (2016) - anstelle der herumlaufenden Hybriden
Dr. Erik Zimen: Der Wolf. Mythos und Verhalten
Der Wolf in "Brehms Tierleben" (1902) - Alles nur "Vorurteil"? Oder doch zutreffender als die Leier vom "Scheuen Wolf"?

Aktuelle Nachrichten
27.7.2015: Shetlandpony in Finnland von Wolfsrudel gefressen
25.8.2015: Nutztierhalter in Hessen sollen keine Entschädigung erhalten/ Kritik am Wolfsmanagementplan
6.9.2015: Warum unser Umgang mit Wölfen extrem gefährlich ist (Stefan Aust, WELT)

17.4.2016:  Sieben Konik-Fohlen vom Wolf gerissen, NABU zieht Pferde weg (Sachsen-Anhalt)
14.12.2016:  Schon wieder ein Fohlenriss (La Bresse/ Vogesen)
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Wer-braucht-eigentlich-Wolf,wolf1022.html
http://www.welt.de/politik/deutschland/article137986579/Wenn-der-Wolf-durchs-Wohngebiet-streift.html
http://www.focus.de/panorama/welt/in-niedersachsen-wolf-greift-jaeger-an-mann-muss-sich-mit-warnschuss-retten_id_4601523.html
http://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Goldenstedt-trotzt-dem-Wolf-_arid,1059566.html
Schweiz: Wolf greift 27-jähriges Pferd an und verletzt es schwer
Vier Wölfe im Taunus gesichtet (1000m neben dem Montessori Waldkindergarten Reifenberg...)
Erfahrungen aus Schweden: Experte warnt vor Rückkehr der Wölfe
(Schweden) Wolf attackiert Reiter/ Der Wolf braucht echte Freunde
Wölfe verfolgen Reiter in der Lüneburger Heide - Viel Spaß dort im Urlaub


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*)
Horst Stern: "Auch im Kulturpferd noch steckt die Urangst vor dem Raubtier auf seinem Rücken." - Das beweist der "Quadrupeden-Test": Wenn ein Mensch Wolf spielt, indem er sich auf allen vieren nähert, zeigen Pferde Angstsymptome, auch wenn der langjährig vertraute Besitzer gekrochen kommt. (SPIEGEL 47/1978)
Die Biologin Sonja Weber (www.sonja-weber-reitkunst.de) hat zu Quadrupedentest und Fluchtverhalten im Vergleich verschiedener Hauspferderassen eine aufschlußreiche Arbeit verfasst (Zusammenfassung hier), weiteres dazu im Buch von Michael Schäfer, Die Sprache des Pferdes.